Mit farbenfrohen Pullovern zur Beerdigung

Moin, moin, die Leserin kommt empört von einer Beerdigung zurück. „Ich war korrekt gekleidet“, betont sie am Lesertelefon und zählt auf: „Schwarzer Hosenanzug, dunkler Mantel. Aber ich war als einzige korrekt angezogen.“  Wie gesagt, die Leserin ist empört.

Gelbe Westen hätten die anderen Trauernden getragen, Jeans und farbenfrohe Pullover. Sogar eine weiße Lederjacke sei ihr aufgefallen.

„Dann hat der Verstorbene vermutlich besondere Wünsche bezüglich der Kleidung zur Beerdigung geäußert“, vermutet die Sprecherin der GBV, der Gesellschaft für Bestattungen und Vorsorge, die eine Übersicht von Bestattern und Steinmetzen aus ganz Deutschland bietet. „Wenn ein solcher Wunsch besteht, kann die Trauergemeinde auch auf solche für Bestattungen unübliche Farben und Kleidungsstücke zurückgreifen. “  Häufig könne man diese besonderen Wünsche der Traueranzeige entnehmen.

Ansonsten sei bei einer Beerdigung konservative, schwarze oder möglichst dunkle Kleidung wie ein dunkles Blau oder Anthrazit üblich.  Die Sprecherin empfiehlt: „Für Frauen gilt: Röcke und Kleider dürfen nicht zu kurz sein. Kein De­kolle­té und keine nackten Beine zeigen, also auf jeden Fall Strümpfe oder eine Strumpfhose anziehen. Männer tragen üblicherweise einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte – nach Möglichkeit ebenfalls schwarz. Auffälligen Schmuck, grelles Make-up oder ungebügelte Hemden sollten Sie vermeiden.“ Falls Kinder mit zu der Beerdigung kommen, könnten diese dunkle, gedeckte Farben tragen, empfiehlt die Sprecherin. In einigen Regionen sei eine Kopfbedeckung üblich. „Informieren Sie sich am besten im Vorfeld der Beerdigung.“

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