Geweckt von einem fremden Hörbuch

Moin, moin, normalerweise regelt die Kielerin ihre Angelegenheiten selbst. Aber nun hat sie ihre Grenze erreicht. „Jetzt gibt es eine Situation, in der mir keine andere Lösung einfällt“, schreibt sie und bittet Leserinnen und Leser um Ideen, damit sie wieder ausschlafen kann.

Gemeinsam mit ihrem Freund wohnt die Kielerin direkt am Blücherplatz. „Unser Schlafzimmerfenster geht nach hinten raus, Richtung Hardenbergschule.“ Ob es nun ein neuer Nachbar ist oder ein Nachbar mit neuen Gewohnheiten, weiß sie natürlich nicht. Fest steht, dass seit Mitte September – genauer gesagt seit dem 12. September – ein Bürger jeden Morgen ab etwa 5.45 Uhr so laut ein Hörbuch hört, dass das Paar regelmäßig geweckt wird. „Das mag jetzt witzig klingen, aber ich wache jeden Morgen gefühlt dadurch auf, dass ein mir unbekannter Mann mit einer tiefen bedrohlichen Männerstimme neben meinem Bett steht und mit mir redet. Das erschreckt mich so sehr, dass an ein Einschlafen beziehungsweise gemütliches Dösen bis zum Weckeralarm nicht mehr zu denken ist.“ Die Kielerin könnte mit allem leben: Musik, Techno, Hundegebell. Aber in dieser Situation hat sie ständig Angst, jemand sei in die Wohnung eingedrungen und sei gerade dabei, sie zu überfallen.

„Wenn es einen Nachbarn betreffen würde, könnte man die Sache ansprechen, aber ich weiß ja tatsächlich nicht mehr, als dass irgendjemand aus einem der nahegelegenen Häuser, der sein Fenster auch zum Hof hat, ursächlich hierfür sein muss“, gibt die Leserin zu bedenken. Und fragt: „Was könnte ich unternehmen? Zettel an Straßenlaternen aufhängen? Haben Sie einen Rat für mich?“

Und wenn Sie einen Rat haben oder den Nachbarn sogar kennen, dann rufen Sie mich bitte an: Tel. 0431-9032850.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.