„Vertrauliches“ Angebot wartete im Briefkasten

Moin, moin, haben Sie auch in diesen Tagen Post bekommen? Amtlich wirkt das Schreiben. Es teilt Ihnen eine Referenznummer zu und lädt Sie zu einem Gewinnspiel ein. Der Preis: monatlich 1000 Euro Rente über einen Zeitraum von zehn Jahren. Seien Sie bitte vorsichtig!

„Wie verhalte ich mich jetzt?“, fragt  Elli Gennat aus Schwentinental am Lesertelefon.  Die Frau aus dem Stadtteil Klausdorf  hat von der Firma Einskomma GmbH, Abteilung Gewinnabwicklung, Hamburg, ein Schreiben mit ihrer persönlichen Referenznummer bekommen.  „Wichtiges Dokument“ und „Achtung: vertraulich“ prangt neben ihrer Anschrift. Frau Gennat soll sich bis zu einem bestimmten Tag im September unter einer  „kostengünstigen“ Hamburger  Ortsrufnummer melden, ihre Referenznummer nennen  und könne dann  bei einem Gewinnspiel monatlich 1000 Euro Rente über einen Zeitraum von zehn Jahren gewinnen. Der Anruf sei die Voraussetzung für die Teilnahme. Kosten entstünden nicht, die Gewinn-Nummer sei bereits gezogen. „Wie verhalte ich mich jetzt?“, fragt die Leserin.

„Auf gar keinen Fall anrufen“, warnt Boris Wita von der Verbraucherberatung.  Er kennt die Maschen dieser Firmen. Vermutlich ginge es hier um die Teilnahme an einer Verkaufsfahrt, auf der der angebliche Gewinn dann übergeben werden solle. Oder der vermeintliche Glücksbote mache die Auszahlung des Gewinnes von der Zahlung einer so genannten Bearbeitungsgebühr abhängig. Wita: „Mit dem Schreiben, das einen angeblichen Gewinn ankündigt, verfolgen die Absender ein unrühmliches Ziel: auf irgendeine Art an das Geld der Adressaten zu kommen.“

Auch sei ein etwaiger Gewinnanspruch nicht durchsetzbar, denn mit ihrer  Gewinnspielmasche wollten sich die meisten Firmen nicht beim Wort nehmen lassen, sondern speisten ihre Adressaten ab: allenfalls mit minderwertigen Trostpreisen.

Elli Gennat hat verstanden. Diesen Anruf erspart sie sich.

 

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