Gefährliche Situationen auf dem Fahrradweg

Moin, moin, Frank Haeder unternimmt häufig kleine Fahrradtouren durch die nähere Umgebung. Geschockt meldete er sich jetzt am Lesertelefon. Auf dem Fahrradweg erlebt er lebensgefährliche Situationen.

„Vor mir fuhr ein junger Radfahrer freihändig und daddelte mit beiden Händen auf dem Smartphone“, berichtet der Kieler. „Um ihn zu überholen, habe ich geklingelt, was ihm so einen Schreck verpasst hat, dass er nicht sofort den Lenker greifen konnte und über den Fahrradweg schlenkerte.“

Wenig später habe ein vielleicht zehn Jahre altes Mädchen aus einer Seitenstraße heraus ihr Rad auf den Fahrradweg geschoben. „Ohne auf den Verkehr zu schauen, ohne einen Blick hinter sich zu werfen, stieg sie auf ihr Fahrrad – in der Hand hatte sie ein Smartphone.“  Frank Haeder ist fassungslos.

„Bei der nächsten Tour kam mir ein Teenager auf einem Skateboard auf abschüssiger Strecke entgegen – den Kopf gesenkt, in der Hand ein Smartphone. Auf Anruf hat er sich so erschrocken, dass er vom Skateboard sprang und sein Board mir beinahe in die Räder rollte.“

„Wie kann man sich nur so leichtsinnig im Straßenverkehr verhalten?“, fragt der Kieler. „Die jungen Menschen gefährden ja nicht nur sich selbst, sondern auch andere.“

 

2 Gedanken zu „Gefährliche Situationen auf dem Fahrradweg

  1. Leni

    Tagtäglich bin ich in und um Kiel mit dem Fahrrad unterwegs, auf Radwegen und Straßen (sofern erstere nicht vorhanden oder nicht zumutbar sind). Ja, es lauern einige Gefahren, aber daran sind leider alle Verkehrsteilnehmer beteiligt – egal ob jung oder alt, ob Radfahrer, Fußgänger, Skateboarder, Autofahrer… Jugendliche „Smombies“ sind also nur Teil des Problems. Einem Jugendlichen würde ich womöglich attestieren, dass er die Gefahr durch Ablenkung im Straßenverkehr unterschätzt (Abhilfe durch Aufklärung?). Bei erwachsenen Führerscheinbesitzern sieht das leider anders aus, durch diese erfahre ich häufig eine bewusste Gefährdung, z.B. durch riskante Überholmanöver. Wie ist dem wohl abzuhelfen?

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  2. Klaus Arnold

    Wer so viel wie ich auf Kieler Radwegen unterwegs ist, der wird wissen, welche chaotischen und wirklich lebensgefährlichen Situationen immer wieder vorkommen. Leider ausgerechnet durch Radfahrer! Meist durch Nichteinhaltung des Rechtsfahrgebots, durch Handynutzung oder Benutzung von Gehwegen mit hohem Tempo.
    Mein schriftlicher und telefonischer Kontakt zum Bürger- und Ordnungsamt vor etwa einem halben Jahr wurde damit beantwortet, dass die Mitarbeiter nichts dagegen machen können, weil sie nicht die Personalien von Radfahrern aufnehmen dürfen. Das dürfe nur die Polizei. „Ja, Sie können jetzt natürlich an das Innenministerium schreiben. Man wird Ihnen dort auch eine Antwort geben, aber aufgrund der Personalsituation wird man auch dort nichts unternehmen!“
    Erst, wenn ein Unfall passiert, dann könne man einschreiten!
    Unglaublich, aber wahr!

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