Auf diese Mahnungen hätte sie gern verzichtet

Moin, moin, Meike Albrecht hat es zweimal erlebt. Das ist ihr definitiv zweimal zu viel. Die Kundin der Förde Sparkasse gab ihre Überweisungsaufträge in Flintbek und Malente ab. Die Folge: Mahnungen und eine angedrohte Kündigung einer Versicherung.

„Sparkassen sollten ihre namentliche Bezeichnung optisch besser hervorheben“, verlangt sie. Die Leserin aus Honigsee ist Kundin der Förde Sparkasse.  „Als ich in Flintbek zu tun hatte, gab ich in der Sparkassen-Filiale drei Überweisungsaufträge ab.“ Das habe seine Richtigkeit, wurde ihr gesagt. Als nach einer Woche keiner der Beträge abgebucht worden war, fragte sie nach. „Ich wurde darauf hingewiesen, dass es sich in Flintbek um die Filiale der Bordesholmer Sparkasse handelt. Aber die Aufträge würden weitergeleitet“. Wurden sie jedoch nicht und Meike Albrecht erhielt Mahnungen.

Monate später während ihrer Rehabilitation in Malente bat sie ihre Tochter, einen Überweisungsauftrag bei der Sparkasse Malente einzuwerfen. Nichts geschah. „Auf meine Nachfrage sagte man mir, dies sei die Sparkasse Ostholstein. Es sei zwar ein Verbund, aber falsch abgegebene Überweisungsaufträge würden nicht weitergeleitet.“ Folge: eine Mahnung der Autoversicherung und die Androhung der Kündigung. In beiden Fällen seien die von ihr ausgefüllten Dokumente nicht mehr aufgetaucht. „Und in beiden Fällen haben wir in der Filiale keine genaue namentliche Bezeichnung der Sparkasse gesehen.“

Reinhardt Hassenstein vom Sparkassen- und Giroverband bedauert die Vorfälle, die er sich nicht erklären kann. „Die Sparkassen sind Institute eines Verbundes, in dem postalische Irrläufer grundsätzlich weitergeleitet werden. Alle von uns in diesem Zusammenhang befragten Institute haben dieses Vorgehen bestätigt.“ Auch komme es eher selten vor, dass Überweisungsbelege irrtümlich bei einer Sparkasse eingeworfen würden, zu der keine Kontoverbindung bestehe. „Die Frage der sichtbaren Kennzeichnung der Filialen einer Sparkasse mit ihrer genauen namentlichen Bezeichnung ist an sich eine Selbstverständlichkeit, weil sie zur Identität jedes Instituts gehört.“ Sparkassen seien trotz ihres großen Verbundes nicht „namenlos“. Hassenstein: „Sollte Frau Albrecht eine Filiale ohne Hinweis auf ihre konkrete Zugehörigkeit aufgesucht haben, so würden wir es schon im eigenen Interesse bedauern und ändern.“

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