Frauchens Hinweis für heiße Sommertage

Moin, moin, die Frau, die anruft, ist immer noch traurig. Sie hatte so viel Spaß mit ihrem Hund. Aber nun habe sie sich von dem 13 Jahre alten Tier trennen müssen. Die Kielerin hat aber noch einen wichtigen Hinweis, den sie Hundebesitzern  mit auf den Weg geben möchte.

„Mein Boxer war ein richtiger Therapiehund“, schwärmt die Kielerin, die ihren Vierbeiner  hat einschläfern lassen müssen. „Er war mein ständiger Begleiter.“ Und auf ihren gemeinsamen Ausfahrten ist der Kielerin häufig aufgefallen, dass Herrchen und Frauchen eine Gefahr übersehen. „Auf den Parkplätzen auf Baumärkten und vor dem Citti-Markt  werden die Tiere oft während des Einkaufs im Auto gelassen. Dabei kann sich bei sommerlichen Temperaturen der Wagen regelrecht aufheizen, wird zum Hitzekäfig und damit zur tödlichen Falle. Deshalb möchte ich warnen, denn ich habe schon häufig eingegriffen und nach den Besitzern der eingeschlossenen Hunde gesucht.

Auch die Tierschutzvereine warnen: Bei sommerlichen Temperaturen könne ein Auto nach nur wenigen Minuten zum Backofen werden. Der Sonnenschein heize das Innere nach beispielsweise zehn Minuten auf bis zu 44 Grad auf, nach einer halben Stunde seien  Temperaturen bis zu 60 Grad messbar. Das Auto könne so für Tiere schnell zur Todesfalle werden.

„Immer wieder beobachten Tierschützer, dass Hundebesitzer ihren Vierbeiner nur mal kurz im Auto bei geschlossenen Fenstern warten lassen, bis die Einkäufe erledigt sind. Wir warnen vor solchen Aktionen. Die Hunde sterben dann in dem Auto“, sagt eine Sprecherin. „Da Hunde nicht schwitzen können, droht ihnen schon nach wenigen Minuten ein Kreislaufkollaps, schlimmstenfalls ein Herzschlag.“ Ein Hund dürfe deshalb bei Hitze keinesfalls unbeaufsichtigt im Auto gelassen werden, auch nicht, wenn das Auto im Schatten geparkt wurde und das Fenster einen Spalt offen bleibe. „Es ist ein Irrtum, dass geöffnete Fenster oder Dachluken dem Hund genug Frischluft bringen.“ Und: „Falls Passanten einen Hund in einem parkenden Auto beobachten, sollten sie sofort einschreiten, notfalls die Polizei alarmieren“, rät die Sprecherin.

Auch die Bundestierärztekammer warnt: „Das Parken im Schatten ist eine Falle, denn die Sonne wandert. Den meisten Hunden sind Temperaturen um die 25 Grad schon zu warm.  Längere Spaziergänge sollten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden, auch sollte das Tier nicht neben dem Fahrrad laufen.“

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