Nachbarin sorgt sich um ihre Katze

Moin, moin, gute Nachbarschaft sieht anders aus: Die Leserin, die anruft, ist in großer Sorge. Sie hörte, wie sich ihre Nachbarn über Katzenkot in ihrem Garten ärgerten. „Dann sagten sie, dass dies sicherlich von meiner Katze stammt, und dass man dagegen Gift auslegen sollte.“

Die Kielerin ist empört: „Dabei gibt es hier in Suchsdorf etliche Katzen, die tagsüber und nachts herumstreunen. Und außerdem: Darf denn jeder Mensch einfach jederzeit Rattengift auslegen?“, fragt sie.

Der Fachmann spricht in diesem Fall von „Rattenköder“. Und Frank Hannemann von der Schädlingsbekämpfung Seemann ist Fachmann. „Die Anwendung unterliegt starken Auflagen, die ein Normalbürger als Endanwender nicht erfüllt. Die Vorgaben und Beschränkungen wurden in den vergangenen Jahren verschärft, sodass faktisch nur Schädlingsbekämpfer oder andere speziell ausgebildete oder geschulte Personen solche Mittel ausbringen dürfen.“ Das Ausbringen dürfe nicht vorbeugend oder auf Verdacht erfolgen, sondern nur bei einem konkreten Schädlingsbefall. „Und Katzen sind definitiv keine Schädlinge.“  Auch dürfe bei der Anwendung keine Gefahr für Menschen, Haustiere und Wildtiere ausgehen.

Wer also Gift gleich welcher Art ohne Erlaubnis oder Befähigung ungeschützt und gezielt gegen Katzen einsetze, mache sich einer Vielzahl von Vergehen schuldig.

Frank Hannemann bittet aber auch zu bedenken, dass Katzenkot im Garten und anderswo ein berechtigtes Ärgernis und Gesundheitsrisiko darstelle.  „Von Hundehaltern erwarten wir ja auch eine Beseitigung der Hinterlassenschaft.“

Allerdings berechtige dies alles natürlich nicht zu drastischen Maßnahmen wie das Töten einer Katze.

 

 

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