Trotz des Verbots vor Radlern nicht sicher

Moin, moin, nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche. Das denkt sich auf jeden Fall Marianne Ehlert aus Kiel. Für das nächste Fest möchte sie deshalb schon jetzt einen Verbesserungsvorschlag beisteuern. Früh genug ist es ja noch.

„Was wir auf der Kieler Woche erlebt haben, ist unverantwortlich“, erzählt die Kielerin am Lesertelefon. Zusammen mit ihrer Schwester Dorle Balzer habe sie zu Beginn der Woche und während der Mittagszeit so ab 13 Uhr einen Spaziergang vom Landeshaus bis zum Bahnhof unternommen. „Vom Yachthafen bis zum Schlossgarten und auch in der Holstenstraße waren wir vor Radfahrern nicht sicher. Die fuhren im Slalom um die Besucher herum und nahmen auch keine Rücksicht auf kleine Kinder, die schon mal plötzlich die Seite wechseln. Geklingelt wurde  kaum oder viel zu spät. Außerdem sind sie viel zu schnell gefahren.“

Die beiden Rentnerinnen wollen nun mit Sicherheit niemandem den Spaß verderben. Aus Gründen der Sicherheit wäre jedoch aus ihrer Sicht zur Kieler Woche im erwähnten Gebiet ein Radfahrverbot angemessen.

Der Verbesserungsvorschlag der Leserinnen sei nicht notwendig, betont Stadtsprecher Arne Gloy. Während der Kieler Woche sei das Radfahren auf der Promenade Kiellinie untersagt, ebenso das Radfahren auf dem Bahnhofskai, auf dem Willy-Brandt-Ufer, auf der Hörnbrücke und auf dem Rathausplatz. In allen anderen Bereichen sei das Radfahren erlaubt.

Gloy: „Auf diese Regelung zur Kieler Woche hat die Stadt in der ausführlichen Pressemeldung zum Verkehrskonzept Kieler Woche auch hingewiesen. In der Fußgängerzone Holstenstraße ist das Radfahren ohnehin zu den meisten Tageszeiten außer nachts und zu Anlieferzeiten komplett verboten. Das Radfahrverbot ist also vorhanden. Aber das Problem ist das Einhalten des Verbots.“

Ein Gedanke zu „Trotz des Verbots vor Radlern nicht sicher

  1. Eberhard Jeschull

    Das ist doch „normal“. Radfahrer fahren wie sie wollen, egal ob es Vorschriften gibt oder nicht. Dafür wird lieber bei den Autofahrern abkassiert, ist ja viel einfacher, da die ja ein Kennzeichen haben und anonym ein knöllchen verpasst bekommen.
    Wo bleibt die Polizei, die diese Rambos endlich mal in ihre Schranken weist.
    Polizist zu Fuß? Ein Unding. Lieber im Streifenwagen fahren, ist doch bequemer.

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