Gitter verhindert Flug zum Nest

Moin, moin, eine echt traurige Geschichte erzählt uns eine Leserin aus dem Altkreis Eckernförde. Den genaueren Wohnort möchte sie nicht verraten, weil sie jeglichen Nachbarschaftsstreit vermeiden will. Aber erzählen möchte sie die Geschichte doch.

„In unserem Nachbarhaus brüten seit 20 Jahren Generationen von Spatzen“, schreibt unsere Leserin. „Es ist immer süß anzusehen. Sie haben sich einen Unterschlupf unter einer Dachpfanne gesucht und ihr Nest gebaut. Wir beobachten sie viel und füttern sie im Winter.“ Auch in diesem Jahr sei das Nest wieder besetzt gewesen. „Unter der Dachpfanne wurde laut gezwitschert.“

Die Leserin fährt fort: „Nun waren wir eine Woche im Urlaub und seit wir wieder zu Hause sind, schimpft der kleine Spatzenmann aufgeregt und kummervoll laut und hektisch. Erst dachten wir, er will seine Jungen rausjagen. Erst nach Tagen sahen wir, dass der neue  Eigentümer dieses Hauses die Dachpfanne mit einem Gitter abgesperrt hat – während der Brutzeit.“

Die Leserin ist schockiert: „Nun sitzt der kleine Spatz auf der Dachrinne vor dem Gitter der Dachpfanne und kommt nicht mehr in sein Nest. Von dem Weibchen fehlt jede Spur. Wie grausam können Menschen nur sein?“

Die Anruferin ist überzeugt: „Der kleine Spatz hat es verdient, über ihn zu lesen.“

2 Gedanken zu „Gitter verhindert Flug zum Nest

  1. Strandmaus00

    …der Mensch ist das größte Untier. Alles wird von ihm beschlagnahmt ohne Rücksicht auf etwaige Folgen. Da bin ich froh, für so manchen Flattermann und Flatterfrau auf unserer Streuobstwiese für Brüter -Platz und Futterquelle- geschaffen zu haben, nebst Gestrüpp und Gebüsch als Rückzugsort…ach und 6 kastrierte Katzen sind unser, das zum Thema „Freigänger und Singvögel im Garten ginge nicht“ und ob!!! 33 Vogelarten kann ich in unserem Garten bestaunen und antreffen und bestimmt so manchen Pieper mehr, der sich mir nicht zu erkennen gab. Jeder Garten sollte eine kleine „Brachfläch“ haben, einen gut gepflegten Komposthaufen ebenso. Geben und Nehmen!!!!

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  2. Carsten Mues

    Soweit ich weiß ist das ein krasser Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und kann bis zu 50000€ bestraft werden.
    Also das ist eher ein Tiermord als ein Kavalliersdelikt und sollte sofort der Polizei gemeldet werden.
    Schade das es immer Menschen gibt die so handeln.

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