Am ersten Hochzeitstag noch ohne Album

Moin, moin, ein Jahr verheiratetet ist Regina Baltschun aus Kronshagen. Und genau solange warten sie und ihr Mann auf ihre Hochzeitsfotos. Warum? Weil der beauftragte Fotograf das Paar nur immer vertröstet, aber einfach nicht liefert!

„Es war eine kleine, aber wunderschöne standesamtliche Trauung in Kiel“, erzählt die Kronshagenerin am Lesertelefon. „Wir beauftragten einen Berufsfotografen, den wir über ein soziales Netzwerk kennengelernt hatten. Wir trafen uns zur Besprechung und vereinbarten seine Motive.“ Ablichten sollte er die Ankunft der Braut, die Trauung und den Empfang mit den geladenen Gästen sowie das glückliche Ehepaar an der Kiellinie. „Dummerweise haben wir nichts schriftlich festgehalten“, ärgert sich Regina Baltschun. Nur auf Drängen habe sie nach drei Monaten einige Bilder für die Danksagungen erhalten. Aber mehr auch nicht.

„Ein ärgerlicher Sachverhalt“, sagt auch Joanna Batista von der Verbraucherzentrale. Das Paar habe ein Recht auf die auch nur mündlich vereinbarten Bilder. „Wenn der Fotograf nicht liefert, haben sie gegebenenfalls Anspruch auf Rückzahlung des Preises und möglicherweise auf Schadensersatz.“ Die Kronshagener sollten den Fotografen auf jeden Fall „schriftlich postalisch letztmalig“ zur Herausgabe der restlichen, vereinbarten Bilder auffordern und ihm eine Frist setzen, empfiehlt sie. „Wenn dieser zum Ablauf der Frist immer noch nicht geliefert hat, wäre der nächste Schritt, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen.“ Für den Fall, dass das Paar keine Adresse von dem Fotografen habe, sollte es sich an das soziale Netzwerk wenden, und zwar am besten auch per Post.

Hoffen wir auf einen vergnügten zweiten Hochzeitstag mit vielen Bildern vom schönsten Tag des Lebens.

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