Die Hilfe kam ins Krankenhaus

Moin, moin, bedanken möchte sich eine Kielerin beim vierten Polizeirevier. Zwei Beamte haben ihr in der Not unbürokratisch geholfen. Die Frau hätte ihr Problem nicht selbst lösen können. Sie lag zu dem Zeitpunkt nämlich im Krankenhaus.

Frau Bischof ist alleinstehend. Nach einem Bandscheibenvorfall begab sie sich zur Operation in die Helios-Klinik. Zuvor hatte sie ihren Wagen in der Nähe ihrer Wohnung vorschriftsmäßig am Straßenrand geparkt.

Zwei Tage nach dem chirurgischen Eingriff, an einem Sonnabend, erhielt sie eine SMS von einem Bekannten. Der wies sie darauf hin, dass ihr Auto „eingeschildert“ worden sei, jetzt im Halteverbot stehe und bis Montag weggefahren werden müsse, weil dieser Platz dringend für einen Container benötigt werde.

Die Kielerin war verzweifelt. Was sollte sie tun? Der zweite Autoschlüssel lag in ihrer Wohnung. Ihre Bekannte, die die Katzen versorgte, hat keinen Führerschein. Der Bekannte, der sie informiert hatte, hat keinen Wohnungsschlüssel. Das Problem erschien ihr in der aktuellen Situation unlösbar. Eine Krankenschwester wurde auf die verzweifelte Frau aufmerksam und ließ sich das Problem schildern. „Mein Mann ist Polizist“, verriet sie der Kielerin. Und schon kurze Zeit später erhielt diese einen Anruf von einer Dame vom vierten Revier. „Ich schicke Ihnen zwei Kollegen vorbei“, versprach sie. Das falle unter polizeiliche Hilfeleistung. Und wirklich kamen zwei Polizeibeamte, ein Mann und eine Frau. Die holten den Autoschlüssel ab, parkten den Wagen um und brachten den Schlüssel zurück.

„Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an meine Notsituation denke“, sagt Frau Bischof. „Ich hätte nie gedacht, dass diese Hilfe möglich ist“, schwärmt sie und bedankt sich sehr herzlich bei ihren Rettern in der Not.

 

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