„Dieses Ding würde man Urlaubern nie zumuten!“

Moin, moin, seit 40 Jahren mietet die Kielerin Saison für Saison einen Strandkorb. Sie bevorzugt einen Platz in der Nähe ihrer Freunde, am Strand in dem Stadtteil, in dem sie wohnt. Was sie in diesem Jahr erlebte, macht sie wütend. Sehr wütend.

„Es ist mir noch nie passiert, aber in diesem Jahr haben mir die Strandkorbvermieter ein versifftes, kaputtes Ding angeboten, was bestimmt schon mal im Wasser gelegen hat.“ Die Kielerin zählt auf: „Innen total verspakt. Die Markise ist so zerfleddert, dass man sie gar nicht benutzen kann. Am hinteren Korb ist ein Brett angenagelt. Vermutlich, damit beim Verstellen das Kopfteil nicht abbricht. Und das Gitter ist total vergammelt. Da setze ich mich nicht rein. Dieses Ding würde man Urlaubern nie zumuten!“ Die vom Vermieter angebotenen Alternativen seien weit entfernt von ihren Freunden.

Was den Stellplatz angeht, kommt es nach Aussage der Verbraucherzentrale auf die Vertragsgestaltung an. „Auch eine mündliche Zusicherung müsste die Dame beweisen, wenn sie sich darauf beruft“, sagt Joanna Batista. „Auch was die Eigenschaften des Strandkorbes an sich angeht, kommt es auf die Vertragsgestaltung an, wobei man natürlich davon ausgehen sollte, dass der Strandkorb zumindest seinen Zweck erfüllt. Inwieweit er durch seine Abnutzung nicht mehr gebraucht werden kann, entzieht sich der Möglichkeit meiner Einschätzung. Ob der Strandkorb sogar gesundheitsgefährdend ist, müsste im Zweifel ein Sachverständiger feststellen. Sollte die rechtliche Ebene der Verbraucherin nicht weiterhelfen, so würde ich ihr dazu raten, es auf jeden Fall auf menschlicher Ebene zu versuchen, mit den Vermietern eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.“

Hallo, Strandkorbvermieter, warum tauschen Sie den Korb nicht einfach gegen einen intakten, sauberen aus?

 

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