Ordnungsamt kassierte „Knöllchen“ wieder ein

Moin, moin, Sven Holtorf fährt schadstoffarm und genießt dafür eine Annehmlichkeit: das begrenzte kostenlose Parken in Kiel durch die Albig-Plakette.Trotzdem gab es jetzt ein Knöllchen und damit Ärger mit der Stadt.

Der Kieler parkte sein Elektroauto – den BMW i3 – im Langen Segen: „Ich hinterlegte eine Parkscheibe, löste aber keinen Parkzettel. Das muss ich auch nicht, weil ich die Frei-Parken-Plakette an der Windschutzscheibe im Beifahrerbereich angebracht habe und als Halter eines schadstoffarmen Autos auf öffentlichen Plätzen zwei Stunden lang zum Nulltarif parken darf“, erklärte er am Lesertelefon. Und doch. Der Kieler vermutet, dass der Aufkleber, auch Albig-Plakette genannt,  übersehen wurde, weil die Windschutzscheibe seines Wagens im oberen Bereich abgetönt ist. Jedenfalls fand er ein „Knöllchen“ vor. „Ich habe Widerspruch eingereicht, dem nicht stattgegeben worden ist, da man – so lautet die Begründung – auf dem Foto die Plakette nicht erkennen kann.“ Warum, fragt der Leser verärgert, wurde nicht umfassend kontrolliert? Und warum habe sich niemand die Mühe gemacht, zu überprüfen, ob auf seinen Wagen eine Plakette zugelassen ist? Die Einträge würden doch sicherlich vermerkt.

Nun, Herr Holtorf, irgendetwas haben Sie anscheinend richtig gemacht. Auf meine Nachfrage hin zeigt sich das Bürger- und Ordnungsamt nämlich kulant und stellt das Verfahren ein. Sie müssen also kein Bußgeld zahlen. Stadtsprecher Arne Gloy betont jedoch, dass Autofahrer darauf achten müssen, dass sie die Plakette von außen gut sichtbar auf der Beifahrerseite oben rechts auf der Innenseite der Windschutzscheibe befestigen. Angesichts dieser eindeutigen Formulierung auf dem Infozettel zum Anbringen des Aufklebers überrasche ihn daher die Frage, warum sich niemand die Mühe gemacht habe zu kontrollieren, „ob auf diesen Wagen … eine Plakette zugelassen ist.“ Gloy: „Dazu müssten die Verkehrsüberwachungskräfte bei vielen falsch parkenden Autos ohne gut sichtbar angebrachte Frei-Parken-Plaketten jeweils bei der entsprechenden Stelle in der Straßenverkehrsbehörde anrufen. Das wäre nun wirklich sehr aufwendig. Und: Wie sollte dieses Verfahren außerhalb der Dienstzeiten der Straßenverkehrsbehörde – beispielsweise abends oder am Sonnabend – funktionieren?“

Die Plakette gibt es beim Bürger- und Ordnungsamt.

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