Hielt der Zug extra für rauchende Hansa-Rostock-Fans?

Moin, moin, von einem regelrechten Horrortrip nach Rostock berichtete Leserbriefschreiberin Anne-Dore Röhl aus Kiel, die am 30. Januar mit der Bahn unterwegs war, um ihre Kinder zu besuchen. Ein Horrortrip!

Es war der Spieltag der Dritten Fußballliga samt Partie Hansa Rostock gegen VfL Osnabrück. Ab Lübeck, so teilte die Leserin mit, stiegen betrunkene Hansa-Rostock-Fans zu. Von grölenden, schwer alkoholisierten Randalierern war in ihrem Leserbrief die Rede, von ekelhaften Zuständen.  Besonders ärgerlich ist die Kielerin, weil sie ihren Anschlusszug nach Stralsund verpasste. Als Begründung gab sie Raucherpausen der Fans an. Hielt also der Zug auf freier Strecke, damit die Fans blauen Dunst ablassen konnten?

Raucherpausen auf freier Strecke ermöglicht die Bahn generell nicht“, unterstreicht Holger Auferkamp, Bahnsprecher für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Nach seinen Recherchen mussten die Reisenden in Bad Kleinen abweichend vom Fahrplan den Zug verlassen und mit der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) weiter fahren. „Den einzigen längeren Aufenthalt hatten die Fahrgäste im Bahnhof Althof zwischen Bad Doberan und Rostock. Dort gab es einen verstärkten Ein- und Ausstieg.“ Diese acht Minuten hätten Raucher vermutlich genutzt.

Anne-Dore Röhl hat die Fahrt in anderer Erinnerung und wundert sich auch über die Fans: Viele von ihnen hätten das Spiel bestimmt nicht mehr miterlebt, vermutet sie. „Wir Normalreisende mussten sie immer wieder aufrichten, damit sie uns nicht in den Schoß fielen. Wir nannten uns Schicksalsgemeinschaft.“

 

5 Gedanken zu „Hielt der Zug extra für rauchende Hansa-Rostock-Fans?

  1. Möwe

    Ja klar, grölende und alkoholisierte bzw, besoffene Holstein Kiel, HSV oder St. Pauli Fans gibt es natürlich nicht. Die fahren alle mit dem Fahrrad oder lassen sich von ihrer Mama zum Stadion mit dem Auto bringen. Ernähren sich alle vegan, rauchen nicht und helfen alten Leuten über die Straße.

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  2. O. Krause

    Also bei aller Liebe. Wenn jemandem das 6 Wochen später aufstößt, dann kann es so schlimm nicht gewesen sein!

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  3. M.v.D.

    Ich musste vor einigen Monaten einmal in einer Regionalbahn mitfahren, in der vorher Holstein-Kiel-Fans mitgefahren sind. Die ersten beiden Wagen waren schlichtweg unbenutzbar. Ich würde die entsprechenden Fans (egal welcher Mannschaft) ja einmal während der Fahrt von einer Hundertschaft aus der Bahn holen oder der entsprechenden Mannschaft eine Rechnung schicken. Habe aber zunehmend den Eindruck, das wird bewusst nicht verfolgt, weil man der Bevölkerung nicht ihr „Brot und Spiele“ nehmen will. Wir normalen Bahnfahrer sind da leider der Kollateralschaden. Interessant auch, dass die Polizisten an den jeweiligen Bahnhöfen dann eben NICHT als Begleitschutz in den Zügen mitfahren.

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