Lange Nummer schreckt Spender nicht ab

Moin, moin, Frau Wahlstorf aus Kiel hat so ihre Bedenken. „Ich vermute, viel weniger Menschen spenden, weil es durch die lange Iban-Nummer so schwierig geworden ist, einen Überweisungsträger auszufüllen.“ Liegt sie mit ihrer Vermutung richtig?

Astrid Heyer, Sprecherin des Caritasverbandes, kann diese Befürchtung nicht bestätigen. „Wir haben nicht beobachtet, dass nach Einführung der Iban-Nummer während der Übergangsphase weniger gespendet worden ist. Im Gegenteil: Gegenüber dem Vorjahr haben im Jahre 2015 sogar mehr Menschen für die Caritas im Land einen Beitrag geleistet. Viele Förderer unterstützen Flüchtlingsprojekte der Caritas wie zum Beispiel Sprachfördermaßnahmen, Materialien für ehrenamtliche Sprachpaten oder Treffpunkte für Flüchtlinge.“

Auch Babett Schwede-Oldehus vom Diakonischen Werk Altholstein befürchtet keinen Rückgang der Spendengelder. Ziel sei es, Menschen, die sich entschlossen haben, etwas Gutes zu tun, dies so leicht und transparent wie möglich zu machen. „In jeder Spendenanfrage, in jedem Mailing, in jedem Flyer wird die Kontoverbindung deutlich hervorgehoben. Bei den Briefen legen wir seit Jahren einen ausgefüllten Überweisungsträger bei, das heißt: Die lange Nummer ist bereits eingetragen. Das Problem stellt sich gar nicht erst.“ Im Übrigen werde die neue Iban-Nummer bereits seit zwei Jahren angegeben; von einer „plötzlichen Umstellung“ könne keine Rede sein.

Und sollte ein Spender – vielleicht aus Altersgründen – nicht in der Lage sein, eine Überweisung auszufüllen, so sei das auch kein Problem. „In den unterschiedlichen Bereichen und Stationen unserer Einrichtung liegen fertige Überweisungsträger, welche gemeinsam mit den Mitarbeitern ausgefüllt werden können“, informiert Babett Schwede-Oldehus.

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