Stöckchenspiele können gefährlich werden

Moin, moin,eine Kielerin ist besorgt: Wenn Hunde Äste apportieren oder auf einem Aststück herumbeißen, macht sie sich so ihre Gedanken. Birgt dieses Spiel eine Verletzungsgefahr?

Die Kielerin am Telefon ist viel unterwegs. Sie geht gern in der Natur spazieren. Dabei begegnet sie Hundehaltern mit ihren Vierbeinern. Ihr ist aufgefallen, dass viele Hunde mit Ästen spielen. Sie apportieren die Stöcke, greifen sie sich manchmal aus der Luft und kauen eine Weile auf dem Holz herum. Unsere Leserin ist, wie gesagt, sehr besorgt. Sie fragt, ob dieses Verhalten dem Hund schaden kann. Birgt dieses Spiel eine Verletzungsgefahr? Ist es unbedenklich, wenn Hunde auf einem Aststück herumbeißen?

„Viele Hunde lieben es, Dinge zu apportieren, zu fangen oder darauf herumzukauen“, weiß Elisabeth Haase. „In der Natur bieten sich Stöcke für diese Spiele an. Doch das kann sehr gefährlich werden“, warnt die Leiterin des Tierheims Uhlenkrog. Warum? „Weil beim Fangen beziehungsweise Apportieren ein Stockende in den Rachenraum gelangen und den Gaumen verletzen könnte. Beim Herumkauen besteht die Gefahr, dass der Vierbeiner Teile verschluckt, die dann in den Magen- und Darmtrakt gelangen. Splittert der Stock, könnten sich Holzstücke zwischen den Zähnen verklemmen, die schwer zu entfernen sind. Und beim Tragen eines längeren Astteils, kann der Hund mit den Enden an Bäumen oder Gestrüpp hängen bleiben und sich dann, wenn er schneller unterwegs ist, den Halswirbelbereich verletzen.“

Elisabeth Haase rät Hundehaltern, unbedingt ihre Vierbeiner auch beim Spielen gut zu beobachten. Alternativen wären Hundespielsachen aus strapazierfähigen Materialien, „diese Unkaputtbaren“.

„Stöckchenspiele sind gefährlich“, unterstreicht auch ein Plöner Tierarzt. Er rät dazu, die Äste mit Leder zu umwickeln oder der Tiergröße entsprechende Bälle zu benutzen.

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