Kleine Abfallmengen verringern keine Personalkosten

Moin, moin, gemeldet hat sich Peter Schwerdt aus Kiel. Er kritisiert die Gebühren des ABK-Wertstoffhofs. Bei diesen Preisen käme mancher Bürger auf eine böse Idee, vermutet er.

„Mein Blumenübertopf ist zerbrochen“, meldete Peter Schwerdt aus Kiel. Nun ist das an sich nicht unbedingt berichtenswert. Aber es geht noch weiter: Unser Leser zerkleinerte die Überreste zusätzlich und gab sie in einen Zehnlitereimer, der dadurch drei viertel voll war. Er brachte die Scherben zum ABK-Wertstoffhof im Klausdorfer Weg. Der Leser betont, der Übertopf habe keine  Gefahrenstoffe enthalten; er sei aus reinem Ton gewesen. Deshalb ist er irritiert, dass die Mitarbeiter für die Entsorgung fünf Euro haben wollten. Dieser Preis erscheint ihm sehr hoch, da sich der Ton doch gut wiederverwerten lässt. Der Kieler appelliert: Abfallhöfe sollten ihre Gebühren einmal überdenken. Bei diesen Preisen kämen Bürger auf die Idee, ihren Unrat in den Wald zu schmeißen.

 „Die ABK-Wertstoffhöfe arbeiten wirtschaftlich, jedoch nicht gewinnorientiert“, erklärt dazu Stadtsprecher Arne Ivers. „Es werden alle tatsächlich anfallenden Kosten eines Abfalls ermittelt: Dies sind nicht nur die Entsorgungs- und Transportkosten. Auch Personal-und Betriebskosten oder Mietkosten spielen eine nicht unerhebliche Rolle.“ Verwertbarer Bauschutt werde von Kieler Privatkunden sehr gern in kleinsten Portionen abgegeben. „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht binden die sehr häufigen Anlieferungen kleinster Mengen eines Abfalls ebenso Personal bei der Abrechnung wie Großmengen. Dieser Umstand hat den ABK veranlasst, die so genannte Kleinmengenpauschale für Bauschutt einzuführen. Das bedeutet, dass für verwertbaren Bauschutt bis zu einer Menge von 250 Litern (0,25m³) eine Gebühr von fünf Euro anfällt.“

Es lohnt sich also durchaus, derartigen Abfall zu Hause anzusammeln.

 

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