Lina Lange zeigt sich lieber zugeknöpft

Moin, moin, Lina Lange ist durchaus modebewusst. „Aber wenn ich mir in dieser Saison die Auslagen in den Schaufenstern anschaue, dann friere ich schon beim Anblick“, erzählt sie am Lesertelefon. Sie und ihre Freundinnen wundern sich über die aktuelle Damenmode.

Sie verstehen nicht, dass gerade im windigen, kühlen Norden verschlusslose Jacken und sogar Mäntel angeboten werden. „Keine Knöpfe, keine Reißverschlüsse.“ Die Kielerin möchte wissen, ob denn beim Waren-Einkauf die Lage der einzelnen Filialen berücksichtigt wird. Das würde bedeuten, dass im Norden andere Artikel angeboten werden als im Süden. Und dort, im Süden, kann sie sich verschlusslose Mäntel und Jacken eher vorstellen als an der Ostsee.

Katja Hünnekens ist Sprecherin eines bekannten Mode-Stammhauses in Hamburg. „Genau wie Ihre Leserinnen sagen, richtet der Einkauf das Sortiment am jeweiligen Haus aus.“ Dabei werde immer die lokale Nachfrage berücksichtigt. „Deshalb ist in Kiel der Umsatzanteil von Funktions-Jacken und Kapuzen-Jacken deutlich höher als zum Beispiel in unseren Häusern in Dresden, Münster oder Kassel . Die Wünsche unserer Kunden spiegeln sich hier wider.“ So wurden die Stückzahlen eines Hamburger Fabrikats in Kiel schon nach wenigen Monaten deutlich erhöht. Außerdem gebe es anlässlich der Kieler Woche eine Kooperation mit einer Sportswear-Marke mit maritimer Handschrift.

Doch die Sprecherin gibt zu bedenken: „Daneben müssen wir als Modeanbieter selbstverständlich auch die jeweiligen Trends der Saison präsentieren. Das erwarten unsere Kundinnen ebenso. In diesem Winter sind es vor allem Ponchos in leichten Strickqualitäten und Wollmäntel, Capes und Egg-Shape-Cardigans in weiten Silhouetten.“

Lina Lange zeigt sich in diesen Tagen trotzdem lieber zugeknöpft.

 

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