Er will es krachen lassen und keine knallfreien Zonen

Moin, moin, Heino Josel aus Lutterbek freut sich schon auf Silvester. An dem Abend will er es ordentlich krachen lassen. Doch nun versucht ein Bundestagsabgeordneter, ihm den Spaß zu verderben. Dieser fordert sogar die Ausweitung knallfreier Zonen. Heino Josel ist empört.

„Keine Knaller zu Silvester“ lautete die Überschrift des Artikels in der Print-Ausgabe. Dabei ging es um die Forderung des Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (Grüne), privates Feuerwerk drastisch zu begrenzen. Die Gefahr eines Anschlags sei in der Bevölkerung präsent. „Selbst wenn nichts passiert, ist schon der Umstand, dass man so Schrecken provoziert, ein Grund, das Feuerwerk einzuschränken“, lautete seine Begründung.

„Wie ernst muss ich das denn nehmen?“, fragt Heino Josel irritiert am Lesertelefon. Und erzählt: Er gehöre mit zu den Endverbrauchern und freue sich jedes Jahr auf Silvester, da er regelmäßig mit etwa 50 Freunden, zwischen 45 und 50 Jahre alt, feiere – diesmal in Lutterbek. Außerdem sei er bereits gut gerüstet. Josel beschreibt, wie’s geht: Die Feuerwerksbatterien mit schneller Schussfolge und raschen Richtungswechseln hat er schon längst bestellt – bei dem Fachhandel in Bayern. „Die Ware wird dann kurz vor dem Jahresausklang geliefert.“ Und bezahlt habe er natürlich auch schon. Einen nicht unerheblichen Betrag. Der Lutterbeker möchte auf das bunte Effektgewitter, auf Raketen und Lichterbilder nicht verzichten. „Wer sollte die geforderte Einschränkung denn kontrollieren?“, fragt er.

Beruhigt hat ihn die Aussage von Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie, der dazu aufruft, den Lebensstil nicht zu verändern und Feste wie Silvester mit einem bunten Feuerwerk zu feiern. Heino Josel will das tun, draußen auf dem Feld, weit weg von den Reetdächern, versprochen…

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