„Die grünen Lungen Kiels werden zu Raucherlungen”

Moin, moin,Spaziergänge durch die Kleinanlagen seien fast nicht möglich, kritisiert eine Kielerin aus dem Ortsteil Schreventeich. „Es wird verbrannt, was Garten und Keller zu Hause hergeben“, unterstellt sie und findet dieses Prozedere längst nicht mehr zeitgemäß.

„Die grünen Lungen Kiels werden zu Raucherlungen”, behauptet die Leserin, die nach vielen Streitgesprächen diesmal lieber in Deckung bleibt. „Ich wohne im Ortsteil Schreventeich in der Nähe der vielen Kleingärten und muss leider von Oktober bis März jeden Jahres die verräucherte Luft einatmen.  Sogar bei Regen wird verbrannt, was Garten und Keller zu Hause so hergeben“, unterstellt die Leserin.

Stadtsprecher Arne Ivers verweist auf die Gartenordnung, die Bestandteil des Generalpachtvertrages ist. Danach ist Kieler Kleingärtnern das Verbrennen von getrocknetem Grünschnitt vom 15. Oktober bis 15. März erlaubt, das Verbrennen anderer Materialien verboten. „Sollten Dritte zum Beispiel durch eine starke Rauchentwicklung beeinträchtigt werden, so wird der Kreisverband als Vertragspartner der Landeshauptstadt aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass in den Kleingartenanlagen nur geeignete und trockene Grünabfälle verbrannt und Nachbargrundstücke durch das Brennen nicht beeinträchtigt werden.“ Bürger können sich auch direkt beim Kreisverband Kiel der Kleingärtner unter Tel. 0431-92459 beschweren.

„Vermehrte Einsätze in den betreffenden Kleingartenanlagen können wir nicht bestätigen“, informiert Michael Krohn, Sprecher der Berufsfeuerwehr. Seit Juli 2015 sei die Feuerwehr nur einmal gerufen worden: Am 20 Oktober musste eine Gartenlaube am Hasseldieksdammer Weg gelöscht werden.

Ansonsten gehörten zu den vielen Einsätzen im gesamten Kieler Stadtgebiet auch Hilfeleistungen, verursacht durch das Verbrennen von Gartenabfällen beziehungsweise Gartenlaub. Oftmals komme es dabei zu einer starken Rauchentwicklung, besonders an nassen oder feuchten Tagen. Aufmerksame, besorgte Bürger riefen dann die Berufsfeuerwehr. „Diese Einsätze finden meistens in den frühen Morgen- oder Abendstunden statt“, sagt Krohn. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Fragen, Anregungen, Kritik? Tel. 0431/903 28 50 oder Mail: leseranwaeltin@kieler-nachrichten.de

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