Kreischende Laubbläser nerven Bad Bramstedter

Moin, moin, kräftig Dampf abgelassen hat  Wolfgang Eddelbüttel aus Bad Bramstedt. Er regt sich über kreischende Laubbläser, Rasenmäher und Heckenscheren auf. Für ihn ist die Stille ein Luxus. 

„In den vergangenen 20 Jahren“, so schreibt er mir, „sind Rasenmäher, Laubbläser, Heckenschneider und Rasenkantentrimmer zu derart kreischenden Maschinen entwickelt worden, dass sich der Benutzer mit großen Ohrenschützern ausrüsten muss, um keinen Schaden zu nehmen. Wo bleiben da die Anwohner?“, fragt der 62-Jährige. „Wo sind gesetzliche Grenzen für derartige Lärm-Emissionen für Hersteller?“ Und er betont: Es gehe ihm nicht um die Lärmschutzverordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, die regelt, wann und in welchen Gebieten welche Geräte oder Maschinen eingesetzt werden dürfen. Es gehe ihm um die Lautstärke der Geräte an sich.

„Eine Erhöhung der Lautstärke von Gartengeräten im Lauf der vergangenen Jahre können wir nicht feststellen“, beantwortet Heribert Wettels diese Frage. Er ist Sprecher einer Ulmer Gartenmarke, die zum schwedischen Husqvarna-Konzern gehört. „Im Gegenteil sind viele Geräte heute sogar leiser als früher. Das liegt zum einen an Neuentwicklungen, bei denen wir und andere Hersteller um eine Reduzierung der Geräuschpegel sehr bemüht sind. Zum anderen gibt es einen klaren Trend dazu, dass Benzingeräte immer mehr durch Akkugeräte ersetzt werden, die von Haus aus leiser sind. Dies gilt sowohl für die Anwendung im Privatgarten als auch im Bereich der gewerblichen Grünflächenpflege. Immer mehr Gemeinden machen sogar für die gewerbliche Anwendung inzwischen klare Auflagen zur Verwendung von Akkugeräten“, weiß der Fachmann.

Und dann sind wir doch wieder bei der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung angekommen, die nämlich unter anderem regelt, dass der Hersteller (Inverkehrbringer genannt) einen garantierten Schallleistungspegel angeben muss. Maximal zulässige Schalleistungspegel regele die EU-Richtlinie 2000/14/EG.

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