Dichtes Grün verwehrt den freien Blick auf Blau

Moin, moin, sie liebt ihre Spaziergänge und den freien Blick auf die Ostsee. „Geht man an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche vorbei in Richtung Wasser, kommt man zu drei Bänken“, erzählt Marion Kluge am Lesertelefon. Aber wenn die Kielerin dort Platz nimmt, sieht sie – das Wasser nicht mehr, sondern blickt auf hohes Grün.

„Warum kann das nicht flach gehalten werden wie am Hohen Ufer in Richtung Hafen, sodass man einen freien Blick auf die Ostsee genießen kann?“, fragt die Leserin.

Stadtsprecher Joachim Kläschen hat Kontakt mit dem Grünflächenamt aufgenommen. „Oberhalb des bewaldeten Steilufers in Schilksee stehen drei Bänke, von denen aus man zur Vegetationszeit tatsächlich nicht auf das Wasser sehen kann“, räumt Kläschen ein und informiert: „Das war aber nicht immer so. Da die Steilküste hier befestigt ist, konnte sie sich selbsttätig bewalden.“

Ein Freistellen des Steilhanges sei natürlich nicht möglich. Das Grünflächenamt habe sich jedoch vorgenommen, zumindest eine Bank an eine Stelle zu versetzen, die weniger stark bewaldet ist. „Allerdings ist dort der Blick gegenwärtig durch Wildrosen eingeschränkt, die jedoch im Winter zurückgeschnitten werden.“ Kläschen verspricht: „Und im kommenden Jahr sagt die Planung dann: freie Sicht und frisches Grün!“ Und damit hoffentlich ein Blick auf viel Blau.

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