Kielerin erlebte in Niebüll „den absoluten Horror“

Moin, moin, was einer Kielerin auf dem Bahnhof in Niebüll geboten wurde, ist ihr immer  noch  peinlich. Dabei wollte Karin Kristahl ihrem Besuch aus der Schweiz eigentlich stolz die Sehenswürdigkeiten ihres Landes zeigen.

„Es war ein ganz gewöhnlicher Dienstag außerhalb der Ferien. Und es waren kaum Reisende unterwegs“, unterstreicht die Leserin. An diesem ganz gewöhnlichen Dienstag außerhalb der Ferien hat sich Karin Kristahl fremdgeschämt. Warum? Das verriet sie am Lesertelefon. Vorab: Genaue Details möchte ich Ihnen und mir ersparen.

„Ich hatte Besuch von einer guten Freundin aus der Schweiz und wollte ihr Sylt zeigen“, erzählt die Kielerin, die stolz auf die Sehenswürdigkeiten ihres Landes ist. „Also fuhren wir mit dem Auto nach Niebüll und lösten Tickets.“ Kurz bevor der Zug einlief, suchten beide gegen 10.45 Uhr die kostenpflichtige Bahnhofstoilette auf. „Was uns dort geboten wurde, ist kaum zu beschreiben. Es war der absolute Horror: Schmutz ohne Ende, überquellende Papierkörbe   und ausgebrochene Türschlösser“, schimpft Karin Kristahl und fährt fort: „Auf dem Rückweg tranken wir Kaffee im Niebüller Bahnhofsrestaurant. Und benutzten die Kiosk-Toilette. Ein WC war verstopft.“ Als die Gäste aus Kiel dies weitergaben, lautete die lapidare Antwort: „Ja, das wissen wir“.

Bahn-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis erstaunt diese Beschwerde. „Wir haben keine Mängel festgestellt. Die Bahnhofstoilette wird saisonbedingt unterschiedlich stark frequentiert und aus diesem Grund auch zweimal täglich gereinigt.“ Eine Grundsanierung des Empfangsgebäudes sei für 2017 geplant. „Die Toilettenanlage im Restaurant ist in der Verantwortung des Pächters.“

Die Kielerin jedenfalls will nach Möglichkeit nie wieder eine Bahnhofstoilette benutzen. Denn, wie gesagt, es geschah an einem ganz normalen Dienstag außerhalb der Ferien. Und es waren kaum Reisende unterwegs.

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