Vorhang soll Einblick in Toilettenwagen stoppen

Moin, moin, Holger Jansen schäumt vor Wut: „Nach Gesprächen im Freundeskreis sind wir uns einig. Es ist unmöglich und unanständig, wenn jedermann in die offen stehenden Toilettenwagen schauen kann.“

Als Beispiel gibt der Kieler das „Örtchen“ am Bootshafen an. Doch das Problem trete auch während der Kieler Woche und zu anderen Großveranstaltungen auf. Häufig könne man in die Wagen gucken und hätte dann ungewollt freien Blick auf den Urinalbereich. „Ein einfacher Vorhang würde hier Abhilfe schaffen“, legt der Leser nahe.

„Kiel Marketing hat für den Bootshafensommer eine vorbildliche ebenerdige, behindertengerechte Toilettenanlage gemietet, wie sie auch der Kieler Beirat für Menschen mit Behinderung empfiehlt“, erwidert Stadtsprecher Arne Gloy. Diese Anlagen seien zurzeit nur schwer zu bekommen, denn derartige Container würden auch für Flüchtlinge benötigt. Zäune schirmten die Anlage ab. Nur direkt im Toilettenbereich biete die geöffnete Tür der Herrentoilette unerwünschte Einblicke. Dies sei der Aufteilung der Miet-Anlage geschuldet. „Eine Alternative wäre wohl nur ein anderer Container, der jedoch weniger behindertengerecht wäre. Dies widerspreche aber dem Inklusionsgedanken“, gibt Arne Gloy zu bedenken. Auch der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel könne nicht ausschließen, dass bei seinen eigenen oder angemieteten Toilettenwagen Blicke von außen in den Urinalbereich der Herrentoilette möglich sind. Die eigenen Wagen wurden Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre gebaut.

„Ein Vorhang vor der Toilette ist jedoch keine Lösung“, betont Gloy. „So ein Vorhang ist aus hygienischen Gründen nicht erlaubt. Wer ihn anfasst, hat ja nicht unbedingt saubere Hände.“

Fazit: Ändern wir doch einfach unseren Blickwinkel und halten die Türen geschlossen!

 

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