Pläne der Telekom beunruhigen Bürger

Moin, moin, Dr. Joachim Kuczwalski aus Schülp bei Nortorf ist verärgert. Von der Serviceleitung der Telekom hat er erfahren, ab 2018 müsse er sein Haus umrüsten. Denn dann schalte die Telekom auf Voice over IP, auf das Telefonieren über Computernetzwerke, um.

Im Fall des Schülpers hat die Telekom in Bonn eingeräumt, dass manche Kunden „zur Nutzung des Internet-basierten Anschlusses neue Hardware benötigen“. Unser Leser ist ratlos und sieht hohe Kosten für Neuverkabelung, Austauschdose und neue Telefone auf sich zukommen. Herr Kuczwalski möchte gern Kunde der Telekom bleiben und fragt, ob es eine günstige Lösung für die Umrüstung in seinem Haus gibt.

Bis zum Jahre 2018 will die Telekom ihr gesamtes Telefonnetz auf die Internet-Telefonie umgestellt haben, informieren die Verbraucherzentralen. „Die Telekom droht Kunden sogar mit Zwangskündigung, wenn sie ihren Anschluss nicht umstellen lassen.“ Denn nach Ablauf der Vertragslaufzeit habe auch die Telekom genau wie ihre Kunden das Recht auf ordentliche Kündigung. Betroffenen bleibe nur die Möglichkeit, sich für einen neuen Tarif zu entscheiden oder zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

„Mit Hilfe eines Routers können am neuen Anschluss die bisherigen Telefone in der Regel weiter genutzt werden.“ Ein gravierender Nachteil sei jedoch, dass ein Stromausfall auch die Unterbrechung der Telefonleitung bewirke, teilen die Experten mit.

Und weiter heißt es: „Wird der Anschluss umgestellt, muss auch die Verkabelung geändert werden. Das trauen sich viele ältere Menschen und technische Laien oft nicht zu und nehmen deshalb den kostenpflichtigen Service der Telekom in Anspruch. Da die Betroffenen umstellen müssen, wenn sie nicht gekündigt werden wollen, fordert die Verbraucherzentrale die kostenfreie Installation durch die Telekom.“  Das wäre natürlich hilfreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.