Antwort verärgert Kielerin auf dem Abfallwirtschaftshof

Moin, moin, es war dieser Staubsauger, der Anne Lensch veranlasste, ihren Wagen zu parken und die paar Meter zum Ziel zu Fuß zurückzulegen. „Ich hatte ja nur das altgediente Stück, welches entsorgt werden sollte.“ Doch das gab Ärger.

Auf dem Weg zum Abfallwirtschaftshof Kiel-Mettenhof traf sie auf eine weitere Fußgängerin mit einem Radiowecker in der Hand. Beide gingen an der Schlange wartender Autofahrer vorbei und standen dann vor zwei Mitarbeitern. Sie habe höflich gefragt, beteuert die Kielerin: „Entschuldigung, ich habe hier einen Staubsauger. Wohin darf ich ihn bringen?“. Die Reaktion kam barsch: „Stellen Sie sich gefälligst hinten an. Bei Aldi stehen sie ja auch in der Schlange.“ Eine Antwort, die die Kielerin unfreundlich und unverschämt findet. „Sollte ich mich zwischen den Autos einreihen und Auspuffgase einatmen?“ Beide Frauen verließen den Hof mit den Wertstoffen in der Hand. Fälle für die Restmülltonne?

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (ABK) bittet Anne Lensch für das Verhalten ihres Mitarbeiters um Entschuldigung und betont, noch nie habe es Beschwerden dieser Art gegeben. „Der Mitarbeiter wollte in der besonders betriebsamen Zeit am Montagmorgen ein Vordrängeln der Damen und die damit verbundene Verärgerung der anderen wartenden Kunden verhindern“, erklärt Stadtsprecher Arne Gloy. Eine Abfallanlieferung ohne jegliches Transportmittel komme nur sehr selten vor. „Wenn jemand zu Fuß anliefern möchte, muss er sich selbstverständlich nicht in die Pkw-Schlange einordnen. Er kann im Annahmebereich des Hofes das Personal ansprechen und wird dann um ein wenig Geduld gebeten, bis er an der Reihe ist. Der ABK bedient die Anlieferinnen und Anlieferer grundsätzlich der Reihe nach. Denn unabhängig von der Art, der Anzahl oder dem Transportmittel fühlen sich bereits wartende Kunden verständlicherweise benachteiligt, wenn jemand an ihnen vorbeizieht – auch mit „nur“ einem Gegenstand.“

Ein Gedanke zu „Antwort verärgert Kielerin auf dem Abfallwirtschaftshof

  1. Frank

    Die Mitarbeiter haben völlig korrekt gehandelt. Vermutlich gehören die Damen zu den Dauerempörten, die sofort eine Verschwörung sehen, sobald etwas nicht nach ihrer Nase läuft. Hätten die Damen die Mitarbeiter gefragt, ob sie abseits warten dürfen, so hätte sicherlich kein Mitarbeiter nein gesagt.
    Die Beschwerde ist eine Frechheit!

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