Elvira Berndt ist dieser Preis entschieden zu hoch

Moin, moin, Jahr für Jahr freut sich Elvira Berndt aus Honigsee auf das Schleswig-Holstein Musik Festival. „Auch in diesem Jahr habe ich dreimal zwei Eintrittskarten bestellt, weil ich gerne zu Geburtstagen Karten verschenke oder Freundinnen mit zur Veranstaltung nehme.“ Voller Vorfreude, so berichtet sie am Leser-Telefon, habe sie über eine SHMF-Fördermitgliedschaft nachgedacht. Und dann doch lieber verzichtet.

„Als ich mich weiter informierte, entdeckte ich, dass ich als Einzel-Person jährlich 75 Euro zahlen soll und damit die Hälfte mehr als Ehepaare/Lebenspartnerschaften, die mit 100 Euro insgesamt zur Kasse gebeten werden.“

Elvira Berndt findet dies schade, befremdlich und auch diskriminierend. Da sie für diverse Veranstaltungen immer zwei Karten bestelle, genieße sie das angebotene Programm in „wechselnder Partnerschaft“, erfülle zu dem Zeitpunkt also ein „Paar-Verhalten“.

Die Leserin möchte gern wissen, warum Einzelpersonen im Verhältnis mehr zu zahlen haben. Für sie wäre der Preis von 50 Euro logisch. „Sind die 25 Euro ein Strafgeld?“, fragt sie.

Für Sprecherin Bettina Brinker ist es nicht ungewöhnlich, dass Einzelpersonen bei Fördermitgliedschaften einen anderen Betrag zahlen als Ehepaare beziehungsweise Lebenspartnerschaften. Warum? „Weil der Aufwand der Datenpflege sowohl bei Einzelpersonen als auch bei zwei Personen der gleiche ist. Denken Sie zum Beispiel auch an Hotels, bei denen Einzelpersonen immer einen Aufschlag zahlen“, lautet die Begründung. „Hinzu kommt, dass Einzelpersonen als Vereinsmitglieder das gleiche Recht haben wie Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner: Sie können mehr als eine Karte sowohl zum vergünstigten Preis als auch im Vorverkauf erwerben“, informiert die Sprecherin.

Die Konsequenz: Elvira Berndt verzichtet. Dieser Preis ist ihr zu hoch.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.