Schreck nach dem Urlaub: Auto wurde abgeschleppt

Moin, moin, schon wieder ist es ihr passiert. Und Nicole Morbach kann darüber überhaupt nicht lachen. Dabei hatte sie sich so gefreut, nämlich auf ihren wohlverdienten Urlaub. Gut erholt kehrte die Kielerin zurück. Und stellte fest: Ihr am Knooper Weg geparkter Wagen war nicht mehr da.

„Ich habe keine eigene Garage, und die Parkplatzsuche ist in Kiel in den vergangenen Jahren bestimmt nicht einfacher geworden“, beschwerte sie sich am Lesertelefon. Vor dem zweiwöchigen Urlaub stellte sie deshalb ihr Auto am Knooper Weg ab, weil dort nicht befristete Parkflächen zur Verfügung stehen. „Während meiner Ferien wurde in diesem Bereich eine Baustelle eingerichtet und das Auto abgeschleppt.“ Die Kielerin ließ kräftig Dampf ab. Sie habe keinen Hinweis auf eine Baustelle entdecken können. „Welche Möglichkeit haben Bürger in dieser Situation? Irgendwo muss das Auto doch bleiben können, wenn der Halter verreisen will.“

Stadtsprecher Arne Gloy hat herausgefunden, dass während dieser Zeit an der Ecke Knooper Weg/Saldernstraße/Annenstraße die Stadtwerke in Sachen Fernwärme gebuddelt haben. „Jeder Autofahrer muss damit rechnen, sein korrekt abgestelltes Fahrzeug von einem regulären öffentlichen Parkplatz wegfahren zu müssen, wenn beispielsweise Bauarbeiten oder Veranstaltungen wie der Jahrmarkt auf dem Wilhelmplatz anstehen. Das Halteverbot an der Stelle muss 72 Stunden vorher durch eine Beschilderung angekündigt werden. Autos, die dann trotzdem dort noch stehen, werden abgeschleppt“, informiert er. Natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel: „Kanalrohrbrüche oder Straßenabsackungen sind Notfälle.“ Da könne man nicht lange vorher warnen. Und sollte es sich bei den zu sperrenden Parkflächen um Behindertenparkplätze handeln, müsse dafür in unmittelbarer Nähe Ersatz geschaffen werden.

Gloy hat noch einen Tipp parat: „Wenn Sie wochenlang verreist sind, könnte es nicht schaden, bei einer Person Ihres Vertrauens den Autoschlüssel zu hinterlegen und die Person zu bitten, auf das Auto beziehungsweise eine Beschilderung zu achten.“

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