Dieser Kommentar verärgert Kundin

Moin, moin, Frau Graham-Opalka ärgert sich darüber, wenn in den Supermärkten mitgebrachte Einkaufstaschen der Kunden kontrolliert werden. „Ich lehne dies immer entschieden ab. Einmal bemerkte eine Kassiererin das Zeitungspapier am Boden meiner Tasche. Ihr Kommentar dazu hat mich sehr verärgert.“

Die Kielerin transportiert in ihrer Einkaufstasche auch leere Flaschen, die sie vor dem Einkauf im Container entsorgt. Damit ihre Tasche nicht schmutzig wird, hat sie den Boden mit Zeitungspapier ausgeschlagen. Dieses habe die Kassiererin bemerkt und sagte an der Kasse vor mehreren Kunden: „Gerade unter Papier wird viel versteckt.“ Die Kielerin fühlte sich brüskiert. „Ich fühlte mich wie ein ertappter Dieb. Dabei habe ich mir doch gar nichts zu schulden kommen lassen“, teilte sie am Lesertelefon mit. Und bat um Bestätigung: „Ich muss doch meinen Einkaufsbeutel nicht vorzeigen?“

Nein, lautet, wie an dieser Stelle bereits berichtet, ganz klar die Antwort der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Ein Blick in die Tasche, ohne dass der konkrete Verdacht eines Diebstahls vorliegt, sei ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht. Sprecher Thomas Hansen: „Eine Tascheninspektion ist nur erlaubt, wenn ein Dieb tatsächlich auf frischer Tat ertappt wird. Besteht lediglich ein Verdacht, dürfen Hausdetektive oder Ladenpersonal lediglich Personalien aufnehmen. Durchsucht werden darf die verdächtige Person ausschließlich von der Polizei.“

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