Dieses Etagenbett gab’s beim Kieferorthopäden

Moin, moin, Eva Langhammer aus Flintbek betreut zurzeit eine kurdische Familie aus Syrien und begleitet sie zu Behörden und Ärzten. Und was sie unlängst in einer kieferorthopädischen Praxis in Kiel erlebte, das rührt sie zutiefst.

Wie die Flintbekerin kümmern sich viele Bürger um Flüchtlinge aus diversen Krisenregionen der Welt. Sie wollen Menschen, die aus Angst vor Krieg und Verfolgung ihre Heimatländer verlassen haben, helfen, sich in ihrem neuen Umfeld wohl zu fühlen. Bürger engagieren sich als Sprachpaten, spenden gut erhaltene Kleidung, Möbel, Spielzeug, Fahrräder, Schulbücher, sogar Fußballschuhe und sorgen für Wohnraum. Andere Bürger begleiten die Neuankömmlinge zu Ämtern und Ärzten – wie Eva Langhammer.

„Die Eltern und ich waren mit den beiden älteren Kindern beim Kieferorthopäden, der die Zahnstellung begutachten sollte“, erzählt die Flintbekerin. „Im Behandlungszimmer erkundigte sich der Arzt bei mir, was die Familie am dringendsten gebrauchen könnte.“ Sie habe spontan, aber eigentlich scherzhaft „Etagenbett“ gesagt. „Kriegen Sie“, habe der Arzt geantwortet. „Wir telefonieren nächste Woche, dann machen wir das klar. Die Familie bekommt von uns ein Etagenbett!“

Eva Langhammer war völlig überwältigt. „Der Vater und die Mutter konnten gar nicht verstehen, was ich da versuchte, ihnen zu erklären. Und auch ich konnte erst am Nachmittag so richtig begreifen, was geschehen war.“ Die Flintbekerin wird diesen Arztbesuch jedenfalls nicht vergessen und bedankt sich auch an dieser Stelle bei dem hilfsbereiten Kieferorthopäden.

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