Schmuck-Verkauf bereitet schlaflose Nächte

Moin, moin, ein besonderes Anliegen hat eine Leserin aus Heikendorf: Sie möchte andere Bürger vor einem Fehler bewahren, der ihr in diesen Tagen unterlaufen ist. Sie macht sich Vorwürfe, weil sie nicht ruhig und besonnen, sondern überstürzt gehandelt hat. Dabei gab es überhaupt keinen Anlass zur Eile. Worum es geht? Es geht um Schmuck, den niemand mehr wollte, und der, wie gewünscht, den Besitzer wechselte. Doch seitdem hat die Heikendorferin schlaflose Nächte.

Die Frau aus dem Amt Schrevenborn trug ihren Bernstein- und Goldschmuck schon lange nicht mehr. Und auch ihre Tochter zeigte kein Interesse an dem Geschmeide. Als die Heikendorferin dann in einer Zeitung unter der Rubrik „Ankauf“ eine dementsprechende Anzeige las, nahm sie umgehend telefonisch Kontakt auf. „Die Stimme war sympathisch. Der junge Mann kam auf seinen Wunsch hin zu mir nach Hause. Schon kurze Zeit später saßen wir uns am Küchentisch gegenüber.“ Der Fremde habe sich ihr Angebot mit einer Lupe angesehen: Inspiziert wurden eine alte Golduhr mit flexiblem Armband, ein Armband mit dicken Bernsteinen, ein silberner Halsring, das dazu passende Armband, zwei Ohrclips und ein Ring. Schnell wechselte der Schmuck den Besitzer. „Diverse Schmuckstücke“ besagte die Quittung lapidar.

Kaum hatte der Mann das Haus verlassen, fühlte sich unsere Leserin unwohl. „Bist Du verrückt geworden?“, fragte sie sich. Ohne ein weiteres Angebot eingeholt zu haben, hatte sie den Schmuck verkauft – vielleicht für einen Appel und ein Ei. Am nächsten Tag rief sie den Käufer an und verabredete sich mit ihm. „Statt sofort um die Rückgabe des ganzen Schmuckes zu bitten, fragte ich nur nach dem Ring, den er mir auch überließ. Als ich mich dann Tage später wieder meldete, war der Schmuck bereits verkauft. Ich habe seit dem Handel keine ruhige Nacht mehr.“ Die Heikendorferin fühlt sich überrumpelt, obwohl sie dem Käufer nichts vorwerfen will. Sie rät deshalb dringend: „Unbedingt immer mehrere Angebote einholen und nichts überstürzen!“

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