Fällt ein Hemdchen auf den Boden…

Moin, moin, es geschieht bei Schmuddelwetter. Mehrere Male schon haben mich Leser angerufen, die bei ihrem Einkaufsbummel über die Kieler Holstenstraße ein Ärgernis entdeckt haben – wie jetzt auch Leserin Renate Kleine.

„Unsere Fußgängerzone ist nicht überdacht, und im Winter haben wir es häufig mit Nässe zu tun. Ich musste leider beobachten, dass nicht jeder Bürger sorgfältig mit den Angeboten auf den Ständern vor den Eingängen der Geschäfte umgeht. Die Folge ist, dass manches Teil auf dem Boden landet.“ Unsere Leserin möchte wissen, was mit diesen Textilien passiert. Werden sie ausgemustert oder gereinigt und dann wieder auf den Ständer gehängt?

Die Unternehmenssprecherin der Tom-Tailor GmbH in Hamburg formuliert knapp: „Im Rahmen unserer Qualitätsansprüche an unsere Produkte wird fehlerhafte Ware von unseren Verkaufsmitarbeitern aussortiert und steht nicht mehr zum Verkauf. Dies gilt auch für verschmutzte Artikel. Die Tom Tailor-Group spendet einen Teil der Altware an gemeinnützige Organisationen.“

Gesprächiger zeigt sich Dennis Niemann, Geschäftsführer der Kieler Firma „Scandic way of life“. „Ich persönlich bin der Meinung, dass der Einzelhändler Ware natürlich auf eigene Gefahr vor die Tür stellt. Anders formuliert muss er damit rechnen, dass, sollte er die Ware nicht entsprechend sichern, diese beschädigt oder gar gestohlen wird. In unserem Falle ist die gesamte vor der Ladenfläche präsentierte Ware extra gesichert und kann damit unter normalen Umständen nicht zu Boden fallen.“

Niemann verweist auf das eigene Geschäft in der Feldstraße, in dem angeschmutzte oder anders beschädigte Ware verkauft werde – zu einem reduzierten Preis natürlich. „Selbstverständlich gelangt bei uns derartige Ware nicht in den regulären Verkauf zurück und wird also ausgemustert“, versichert der Geschäftsführer. Fügt jedoch hinzu: „Wie dies andere Unternehmen handhaben, kann ich leider nicht sagen. Aber wahrscheinlich wird die Regel gelten: Je günstiger das Preisniveau des Geschäftes, desto eher wird diese Ware einfach wieder zurückgehängt.“

Renate Kleine hat ein Auge darauf. In angeschmutzte Textilien möchte sie nicht schlüpfen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.