Missverständnisse und ihre Folgen

Moin, moin, Missverständnisse sind ein Ärgernis. Diese Erfahrung machte auch Marlies Hellwig und beschwerte sich bitterlich bei mir. Oftmals hilft es, den Weg zurückzuverfolgen und genau nachzufragen. Jedenfalls ist die Katzenfreundin wieder glücklich und genießt die Tage mit dem vier Jahre alten Kater Lino.

Marlies Hellwig wohnt in Kiel-Hassee in der Nähe ihres Schrebergartens. Doch in dem Haus fühlt sie sich nicht wohl. „Hier wohnen viele Raucher. Deshalb mag ich meinen Balkon nicht nutzen.“ Also hörte sich die Kielerin um und war überglücklich, als ihr im Gustav-Schatz-Hof-Haus in Kiel-Gaarden eine ansprechende, helle Wohnung im vierten Stock angeboten wurde. Der Einzugstermin rückte näher – doch die Freude wurde getrübt. „Ich bin traurig“, vertraute sie mir an. Sie dürfe aus optischen Gründen kein Katzennetz aufspannen, das den Kater davon abhalte, über das Balkongitter zu balancieren. Das habe sie erst jetzt erfahren. Die Begründung leuchtete Marlies Hellwig nicht ein. Schließlich seien kunterbunte Sichtschutze für die Balkone erlaubt. Dagegen falle ein Katzennetz kaum auf. Es sei so gut wie unsichtbar.

Meine Nachfrage bei der zuständigen Hausverwaltung brachte das Missverständnis an den Tag. Natürlich darf die Kielerin ein Katzennetz aufspannen. Diese sind nach der Hausordnung erlaubt, solange sie das Gebäude nicht beschädigen.

Durch die zeitliche Verzögerung steht die Wohnung im vierten Stock nicht mehr zur Verfügung. Doch Marlies Hellwig erhielt in diesen Tagen ein anderes Wohnungsangebot in dem Gebäude. Die Kielerin ist voller Vorfreude. Und das Balkonnetz – das bringt der Fachmann an.

 

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