Preetz will sich keine Leerfahrten leisten

Moin, moin, Klaus Pflugmacher aus der Schusterstadt lässt das Problem nicht los. Dabei ist es nicht sein ureigenstes Problem, denn er persönlich ist motorisiert. „Aber andere Bürger sind es nicht, und für die möchte ich mich stark machen.“ Die Krux: „Wer im Bereich der Kührener Straße wohnt, kommt sonnabends nur am Vormittag und sonntags gar nicht mit dem Bus zum Preetzer Krankenhaus.“

Das sei eine Strecke über etwa vier Kilometer, die nicht jeder Preetzer zu Fuß bewältigen könne. „Und eine Taxi-Fahrt kann sich nicht jeder Bürger leisten. Warum ist es nicht möglich, sonnabends und sonntags für eine Hin- und – nach etwa zwei Stunden – eine Rückfahrt zu sorgen, um Kranke besuchen zu können?“, fragt Klaus Pflugmacher und möchte die Stadtverwaltung in die Pflicht nehmen.

Die Antwort aus dem Preetzer Rathaus kommt prompt. „Der Busverkehr endet am Sonnabend um 13 Uhr. Bis zu dieser Uhrzeit fährt der Bus täglich im Stundentakt den Südbereich der Stadt Preetz an, sodass hier Gelegenheit besteht, am Vormittag die Innenstadt oder die Klinik mit einem Linienbus zu erreichen“, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Schneider. Am Sonntag fahre der Bus nicht. „Hintergrund dieser Fahrzeitenregelung ist, dass es deutlich unwirtschaftlich wäre, an diesen Tagen über den Regelbedarf hinaus Busse einzusetzen.“ Wegen fehlender Fahrgäste wären Leerfahrten die Folge. „Dies mag für den Einzelfall unbefriedigend sein, die Direktive ist aber aus meiner Sicht richtig“, bezieht der Bürgermeister Stellung und verweist auf den „gut ausgebauten Taxiverkehr“ als Alternative.

Wolfgang Schneider unterbreitet noch ein Angebot: „Sollte sich der Leser an uns wenden, werden wir ihm gerne die Beförderungsmöglichkeiten detailliert erklären oder zügig eine Antwort zukommen lassen.“

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