THW hat ein Herz für Schwerbehinderte

Moin, moin, der Herr, der mich anrief, war verärgert. Er habe den Schwerbehindertenausweis mit dem Vermerk für eine Begleitperson. Weder im Theater, im Kino, in Museen, in der Sparkassen-Arena noch im Tivoli in Kopenhagen müsse diese bezahlen. Nur der THW stelle sich stur.

Dabei zeigt der Kieler in Zusammenhang mit den Bundesligaspielen durchaus Verständnis für diese Entscheidung. Denn dann sei jeder Platz besetzt. Aber beim Europapokal-Wettbewerb seien immer noch freie Sitze vorhanden, ist er überzeugt.

Der THW bedankt sich für den Hinweis unseres Lesers. „Ein solches Anliegen ist bisher nicht an uns herangetragen worden“, informiert Pressesprecher Christian Robohm. Und: „Wie Ihr Leser richtig bemerkt hat, ist es für den THW Kiel nicht möglich, solch eine Regelung bei Heimspielen in der Bundesliga umzusetzen, da die Sparkassen-Arena bei diesen Spielen durch Dauerkartenbesitzer stets ausverkauft ist.“

Doch für Pokal- und Champions-League-Partien sei eine Begleit-Regelung für Menschen, die infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf Hilfe angewiesen sind, ab sofort möglich. Robohm sagt, wie’s geht: „Die Karten werden nicht am Spieltag, sondern im Vorfeld eines Spiels gegen Vorlage des so genannten Behinderten-Ausweises mit dem Vermerk B direkt über die THW-Geschäftsstelle, Ziegelteich 30, ausgegeben. Die Begleitperson erhält freien Eintritt. Wir bitten allerdings um Verständnis, dass dafür nicht unbegrenzt Kartenkontingente in allen Kategorien vorgehalten werden können.“

Sehr geehrter Leser, spätestens jetzt müsste Ihr Ärger verraucht sein.

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