Zuvor gestohlene Briefe nachträglich zugestellt

Moin, moin, als Eike Anhut aus Kiel in diesen Tagen ihre Post öffnete, da traute sie ihren Augen nicht. Die ganze Angelegenheit fand sie sehr ärgerlich. Aber dann hat sie sich doch noch gefreut – über die Post von der Post.

„Was glauben Sie, was ich heute bekommen habe?“, fragte mich die Kielerin am Telefon. Ihre  Antwort folgte prompt. Eike Anhut hatte an diesem Morgen ein Schreiben von der Deutschen Post erhalten. Aber nicht nur ein Schreiben, sondern die Post stellte ihr gleichzeitig zwei Briefe zu, die Frau Anhut eigentlich hätte Mitte August bekommen müssen. In einem Begleitschreiben heißt es dazu: „Leider konnten wir Ihnen die Briefe erst heute zustellen, weil sie entwendet worden waren und erst jetzt aufgefunden worden sind.“ Die Post bedauere sehr. Mit freundlichen Grüßen.

„Ich finde es lobenswert, dass sich die Post zu dieser Panne bekennt und mir die Briefe von der Versicherung und dem Finanzverwaltungsamt nachträglich zustellt. Meine Briefe waren ja nicht sonderlich wichtig.“ Doch Eike Anhut denkt weiter. „Es gibt natürlich auch andere Fälle. Wenn Vorladungen zur Staatsanwalt und zu Gerichtsverhandlungen zu spät kommen. Das ist dann nicht mehr lustig, sondern kann sehr unangenehm werden.“

Aber das wäre – wie gesagt – ein anderer Fall.

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