Der Ärger kommt an der langen Leine daher

Moin, moin, der Vorgarten der Eigentümergemeinschaft ist ihre ganze Freude. Christina Keck aus Altenholz-Knoop liebt diesen Anblick von bunten Blumen, Stauden und Sträuchern, harkt Blätter zusammen, lockert den Boden auf, zupft Unkraut und genießt Natur und frische Luft. Alles könnte so harmonisch sein. Doch immer wieder gibt es Ärger. Der kommt sozusagen an der langen Leine daher.

„Wir haben keinen Zaun um unseren Vorgarten gezogen. Das ist auch eigentlich nicht notwendig“, erzählt Christina Keck. Eigentlich. Denn leider respektiert nicht jeder Passant die zaunlose Grundstücksgrenze. Eine Frau aus der Nachbarschaft führe regelmäßig an einer langen Leine ihren Terrier aus, beschwert sich Frau Keck. „Und sie gestattet, dass der Hund in den Vorgarten läuft und buddelt. Ich habe die Nachbarin mehrfach gebeten, sie möge dafür sorgen, dass ihr Hund dies unterlässt.“ Aber die Frau, deren Namen sie nicht kennt, entgegne immerzu: „Das ist ein Rüde, der muss das machen“. „Aber doch nicht auf unserem Grundstück“, entrüstet sich Frau Keck und fragt, ob die Gemeinde hier nicht ein Machtwort sprechen kann.

Nein, Frau Keck, die Gemeinde hat leider keine Handhabe. Helfen könnten hier Schiedsfrauen oder Schiedsmänner, die als vorgerichtliche Schlichtungsorganisation für die streitenden Parteien neutral arbeiten. Sie sind gewählte, ehrenamtlich tätige und geschulte Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarschaft und nehmen ihre Aufgaben ehrenamtlich wahr. Um aber beide Parteien an einen Tisch bringen zu können, sollten beide Parteien natürlich namentlich bekannt sein. Frau Keck, da müssen sie wohl oder übel erst einmal die Fährte aufnehmen.

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