Wenn die anderen Eigentümer nicht mitziehen

Moin, moin, er fühlt sich alleingelassen – nein, nicht von Frau oder Freundin, sondern von seiner Wohnungseigentümergemeinschaft. Und deshalb hat er angerufen.

Von Anfang an: Der Kieler war von den angebotenen vier Wänden begeistert und kaufte sich mitten in der Landeshauptstadt eine Eigentumswohnung in einem Haus mit zehn Parteien. Mittlerweile ist die Begeisterung der Ernüchterung gewichen. Nun, die Wohnung gefällt immer noch, aber der Kieler kritisiert die Hausverwaltung, die zum Beispiel immer wieder denselben Installateur beauftrage, der jedoch seiner Meinung nach nicht kompetent ist. Außerdem setze die Hausverwaltung Beschlüsse der Eigentümer nicht zeitnah um. Der Kieler möchte sich von der Verwaltung trennen. Ein Wunsch beziehungsweise ein Antrag, der von den anderen Eigentümern mehrheitlich nicht unterstützt wird. „Kann ein einzelner Wohnungseigentümer die Abberufung der Verwaltung durchsetzen?“, möchte der Bürger nun wissen. Eine Frage für den Fachmann – in diesem Fall von den Hans Schütt-Immobilien.

Ohne die Vorlage der Teilungserklärung sei eine abschließende Stellungnahme nicht möglich, gibt Geschäftsführer Klaus Hans Schütt zu bedenken. „Um eine außerordentliche Eigentümerversammlung zu erzwingen, müsste dies von mehr als einem Viertel der Wohnungseigentümer unter Angabe von Gründen schriftlich bei dem Verwalter beantragt werden. Wenn der Leser aber allein auf weiter Front ist, wird er die erforderliche Quote nicht erzielen und einsehen müssen, dass er mit seiner Auffassung offensichtlich allein dasteht. Gegebenenfalls könnte eine Abberufung durch das Gericht im Wege eines Individualanspruchs auf ordnungsgemäße Verwaltung durchgesetzt werden.“

Unser Leser hat die Botschaft verstanden und sich präventiv einen Rechtsschutz organisiert.

 

 

 

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