Vier braune Bio-Tonnen für einen Haushalt?

Moin, moin, Gerda Behrends wohnt in Lindau-Revensdorf, also im Kreis Rendsburg-Eckernförde, ein Kreis, der gesetzlich verpflichtet ist, ab 2015 Bioabfälle getrennt zu erfassen. Also wurden in diesen Wochen fast 35000 braune Tonnen ausgeliefert. Und dadurch machte Gerda Behrends eine Entdeckung.

Als Gerda Behrends nach Hause kam, fand sie drei neue Biotonnen auf dem Grundstück ihres Einfamilienhauses vor. Am nächsten Tag rief sie die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) an, um mitzuteilen, dass sie bereits eine braune Tonne habe und keine zusätzlichen wünsche.

Nein, das sei kein Irrtum, erwiderte die AWR, denn seit Jahren würden sie und ihr Mann nicht als ein Haushalt, sondern als vier Haushalte geführt. Aufgeschreckt griff das Paar zum Aktenordner, überprüfte die Abrechnungen und stellte fest, dass es seit Jahren die Grundgebühr für vier Haushalte bezahlt, nachweislich seit dem Jahre 2006. Von älteren Bescheiden hatte es sich gerade getrennt.

In der Zwischenzeit haben die Revensdorfer, die seit 1990 dieselbe Anschrift haben, eine Neuberechnung erhalten. Und die Abfallwirtschaft hat eine Rückerstattung zu viel gezahlter Gebühren für die Jahre ab 2010 angeboten. Die Revensdorfer sind erleichtert. „Ich möchte an alle Leser appellieren, ihre Gebührenaufstellungen genau zu kontrollieren, damit es ihnen nicht auch so ergeht“, meldete sich Gerda Behrends erneut bei mir.

Und ich möchte mich bei den Verantwortlichen der AWR bedanken, die auf die Bitte des Paares um Rückerstattung problemlos reagierten: Die Bitte erreichte sie nämlich als Brief und nicht per Einschreiben.

 

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