25 Meter weiter stört der Volleyball

Moin, moin, war das nicht ein wunderbarer Sommer? Hell, warm und sonnig. Aber gerade diesen Super-Sommer und ein Angebot der Stadt macht ein Kieler für weniger entspannte Abende verantwortlich.

„Das kann doch nicht angehen“, schimpft Herr Schmidt (Name von der Redaktion geändert). „Meine Frau und ich sind vier Monate lang nicht zur Ruhe gekommen.“ Die Schmidts wohnen in einem Mehrfamilienhaus an der Krausstraße. Auf dem Gelände des benachbarten Spielplatzes für Sechs- bis 17-Jährige – etwa 25 Meter vom Haus entfernt – wurde ein Volleyballplatz eingerichtet, der in diesem Jahr sehr gut angenommen worden ist. „Und zwar von Studenten und Auswärtigen bis manchmal 23 Uhr“, ärgert sich der Kieler, der nicht untätig war. „Die Polizei kam einige Male, sagte mir aber, dies sei Angelegenheit der Stadt. Und die Stadt sorgt nicht für Ruhe.“

„Wenn sich Kielerinnen und Kieler durch Nachbarschaftslärm gestört fühlen, sollten sie grundsätzlich ein klärendes Gespräch mit der oder den verursachenden Personen suchen“, rät Joachim Kläschen vom Pressereferat der Stadt. Und: „Ist auf diesem Weg keine Lösung zu erreichen, können sich Gestörte an die Scouts des Bürger- und Ordnungsamtes oder die Polizei wenden.“

Das Volleyballnetz stehe seit 2008 auf dem Spielplatz, und bisher habe es nur eine Beschwerde gegeben. „Unter anderem wurde, um dem Bürger entgegen zu kommen, ein privater Sicherheitsdienst engagiert, um auf dem Platz Spielende auf die örtlichen Gegebenheiten hinzuweisen,“ informiert der Sprecher, der betont, dass sich gern auch jüngere Kinder, Eltern, Großeltern und ältere Geschwister beziehungsweise Jugendliche auf der Fläche sportlich oder spielend betätigen dürfen.

„Darüber hinaus sieht die Landeshauptstadt gegenwärtig keine weiteren Möglichkeiten Einfluss zu nehmen, allerdings sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung weiterhin gesprächsbereit und streben grundsätzlich eine Lösung für alle Beteiligten an“, heißt es aus dem Kieler Rathaus.

 

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