Appell an Radler und Mütter mit Kinderwagen

Moin, moin, der Kragen geplatzt ist Annegret Tusch. „Liebe Leseranwältin“, schreibt die Kielerin. „Wo, bitteschön, ist die Fürsorge für die schwächsten Verkehrsteilnehmer?“

71 Jahre sei sie alt. Und sie will es nicht länger hinnehmen, den Fußweg der Holtenauer Straße nicht gefahrlos begehen zu können. „Die Rücksichtslosigkeit vieler Radfahrer ist für die ältere Bevölkerung ein Übel“, klagt sie. „Man wird von hinten eng umschifft, erschrickt sich, und die Gefahr eines Sturzes ist programmiert. Die Fahrräder sind inzwischen die reinsten Rennmaschinen.“ Noch am Morgen habe sie beobachtet, wie ein „Rennfahrer“ von der Niebuhrstraße kommend, auf dem Verbingungsweg zum Westring mit einem „Affenzahn“, trotz mehrerer Fußgänger, raste, am Westring nicht stoppte, obwohl die Ampel auf „rot“ stand, sich kurz nach links und rechts orientierte und diagonal über die Kreuzung auf die gegenüberliegende Straßenseite wechselte.

„Ich wünsche, dass die Fahrräder wie die Mofas mit gut sichtbaren Kennzeichen ausgerüstet sein müssen, damit diesem Rowdytum endlich ein Riegel vorgeschoben wird.“

Aber Annegret Tusch hat auch noch eine Bitte, die ich hier gerne weitergebe. Sie richtet sich an die jungen Mütter, die ebenfalls in der Holtenauer Straße auf dem Bürgersteig mit ihren Kinderwagen nebeneinanderstehend „Smalltalk abhalten“. „Auch wir waren Mütter. Allerdings haben wir die Bürgersteige nicht verengt. Aber das hat etwas mit Rücksichtnahme zu tun. Hier habe ich zum Beispiel beobachtet, wie eine ältere Dame mit Rollator nicht an den talkenden Müttern vorbeikam. Sie musste auf den Fahrradweg ausweichen. Daraufhin habe ich die jungen Mütter angesprochen. Die Antwort, die mir gegeben wurde, will ich lieber nicht wiederholen.“

Also, liebe Radfahrer und Mütter mit Kinderwagen. Ihr habt es gelesen. Lasst uns – alle – mehr Rücksicht aufeinander nehmen!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.