Sandburgenbauen nicht generell geregelt

Moin, moin, bald kann’s losgehen. Frau Hennig aus Kassel freut sich schon auf ihren Urlaub an der Ostsee. Und Enkelkind Hannah hat den kleinen gelben Sandbohrer, die Eimerchen, Strandschaufel und die grüne Gießkanne en miniature gleich neben die Koffer gestellt – damit die wichtigen Utensilien nur ja nicht vergessen werden. Doch dann fragt Frau Hennig lieber noch mal nach: „Ist das Sandburgenbauen in Schleswig-Holstein generell gestattet? Und müssen dabei bestimmte Vorschriften beachtet werden?“

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume weist darauf hin, dass der Bau von Strandburgen an den Küsten Schleswig-Holstein durch keine Landesverordnung geregelt ist. Und es verweist auf das Landesnaturschutzgesetz, wonach jeder den Meeressstrand auf eigene Gefahr betreten und sich dort aufhalten darf. Die gesetzlichen Einschränkungen untersagen auch nicht explizit den Bau von Strandburgen. Allerdings ist zu beachten, dass alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung gesetzlich geschützer Biotope an den Küsten führen, verboten sind, informiert das Ministerium. Gesetzlich geschützte Biotope sind beispielsweise Strandwälle und Dünen. Das bedeutet: In Dünen oder in unmittelbarer Nähe der Dünen darf nicht gebuddelt werden. Das gilt natürlich auch für Strandwälle. „Auch darf durch das Strandburgenbauen der Küstenschutz nicht beeinträchtigt werden“, fährt das Ministerium fort. Und, liebe Urlauber, Materialien wie Kies, Sand, Geröll und Steine haben gefälligst am Strand zu bleiben!

Soweit einer Gemeinde ein Sondernutzungsrecht am Meeresstrand eingeräumt worden ist, hat diese die Möglichkeit, den Bau von Strandburgen einzuschränken. Das Ministerium formuliert: Diese Gemeinde hat „die Möglichkeit, durch Satzung den Gemeingebrauch im erforderlichen Maße über den gesetzlichen Rahmen hinaus einzuschränken, um den Badebetrieb verwirklichen zu können; dazu können auch Einschränkungen für den Bau von Strandburgen gehören.“ Also, Frau Hennig, zur Sicherheit erkundigen Sie sich bitte noch bei der Gemeinde Ihrer Wahl, wo der gelbe Sandbohrer zum Einsatz kommen darf – und dann steht Hannahs Strandspaß bestimmt nichts mehr im Wege. Gute Erholung im schönsten Bundesland und herzlich willkommen!

 

 

 

 

 

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