Kieler Seniorin richtet Appell an Diebe

Moin, moin, ich habe der älteren Dame versprochen, ihr Anliegen vorzutragen. Was ihr widerfahren ist, ist schlichtweg eine Gemeinheit.

Die Kielerin wohnt in einem Seniorenpflegeheim in der Landeshauptstadt und ist nicht auf den Mund gefallen. Aber dieses Ereignis betrübt sie sehr. Unbekannte haben aus der Schublade ihres Schrankes das Verdienstkreuz ihres verstorbenen Mannes gestohlen. Für welche Leistung er es bekommen hat, weiß sie nicht mehr so genau. Aber die Kielerin hängt sehr an dieser Erinnerung. „Schließlich hat mein Mann Hans-Georg das Verdienstkreuz erhalten, weil ich ihn immer entbehrt habe.“ Ihr Mann, ein „Danziger Kind“, sei beruflich sehr erfolgreich und mit viel Herz ehrenamtlich tätig gewesen. In dem Kästchen lagen auf blauem Samt die Auszeichnung und ein Bernstein aus der Heimat Ostpreußen.

Unsere Leserin hofft immer noch auf eine Rückgabe. Als Witwe habe sie täglich die Auszeichnung berührt und sich ihrem Mann dann immer sehr nahe gefühlt. „Wer will sich da mit fremden Federn schmücken?“, fragt sie und appelliert an Ehre und Gewissen der Person, die diese Erinnerungen entwendete. Sie möge Reue zeigen und die Rückgabe veranlassen, bittet die Seniorin: „Ein Verdienstkreuz muss man sich verdienen.“

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