Der Tango unter den Einkaufswagen nimmt Rücksicht auf den Autolack

Moin, moin, was für die einen der Maybach ist, ist für die anderen der Tango. Schwer zu verstehen? Nur Geduld. Für Caro Prange aus Kiel ist es unverständlich, dass Einkaufswagen keine Bremse haben. „Nicht nur bei Stürmen wie Christian und Xaver passiert es beim Einräumen der Ware ins Auto doch häufig, dass diese großen Ungetüme wegrollen.“ Dann sei nicht nur das eigene Auto gefährdet, sondern auch der Pkw des Platznachbarn. „Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Leichtes wäre, die Einkaufswagen mit einer Art Handbremse zu versehen.“

Das ist auf Wunsch der Verbraucher längst geschehen, teilt Michael Krönes mit. Er ist Produktmanager der Metallwarenfabrik Wanzl im bayerischen Leipheim, die diese fahrbaren Gestelle schon seit Jahrzehnten anbietet. Mit dem Fuß kann der Kunde die Feststellbremse an der Rolle betätigen und kinderleicht wieder lösen. Mit im Produktprogramm befinden sich Korbschutzecken aus Kunststoff, die über den Draht gestülpt werden und die Gefahr von Beulen oder Kratzern am Lack deutlich minimieren.

„Mittlerweile“, fährt der Experte fort, „gibt es Einkaufsroller, bei  denen der Wagenkorb komplett aus Kunststoff hergestellt ist. Diese sind flexibler als Draht-Einkaufswagen und verursachen weniger Schäden an geparkten Fahrzeugen.“ Die Metallwarenfabrik bietet hier stolz das Modell Tango an, sozusagen den Maybach unter den Trolleys, leicht, wendig, leise und auf Wunsch auch gern in den Unternehmensfarben. Das Auge kaufe schließlich mit ein.

Wie Sie sehen, Frau Prange, gibt es schon viele Lösungen. Letztendlich liegt es aber immer an dem jeweiligen Marktbetreiber. Schließlich entscheidet dieser darüber, welche Einkaufswagen ins Rollen kommen und welche Zubehörteile Verwendung finden.

Mit Einkaufswagen verhalte es sich wie mit Kraftfahrzeugen, informiert Michael Krönes: „Es gibt Basis-Modelle mit Serienausstattung sowie die zu wählende individuelle Sonderausstattung, die das Fahrzeug letztendlich teuer macht. Man wägt dann oft ab, ob man das eine oder andere Zubehör überhaupt braucht oder sich doch lieber das Geld dafür spart. Ähnlich wägen auch die Marktbetreiber die Kosten für die Zubehörteile ab und setzen daher häufig nur Einkaufswagen mit einer Basisausstattung ein.“

Ach, übrigens, auch bei den rollenden Beförderungshilfen gibt es den Trend zum Zweitwagen für kleine und mittelgroße Märkte. Das wäre dann der Tango City mit dem Komfort der geringen Korbtiefe.

 

 

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