Nachgeforscht

Moin, moin, verärgert ist Sigfrid Franzen aus Kiel. Sie hat im Internet für 100 Euro ein Element für ihr Pandora-Armband gekauft und das Geld auch überwiesen. Aber das Einwurfeinschreiben mit der Ware ist nie angekommen.

Zwar hat der Zusteller dokumentiert, die Sendung in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen zu haben. Aber der Umschlag ist nicht aufzufinden. Was, wenn sich der freundliche Herr vertan hat? Ein zusätzliches Problem bereitet Frau Franzen, dass nur der Absender einen Nachforschungsauftrag stellen darf. Wenn eine Oma ihrem Enkel einen Brief – vielleicht sogar mit einem Gutschein – geschickt hat und diese Post ihr Ziel nicht erreicht, dann kann man sicher sein, dass Omi nachforscht, was das Zeug hält. In diesem Fall ist der Absender aber eine fremde Person, die vielleicht gar kein großes Interesse an einer Aufklärung hat. Vorstellbar wäre auch, dass ein „fremder Absender“ nur vorgibt, Ermittlungen in Auftrag gegeben zu haben. Wo ist da die Absicherung?

Rat weiß der zuständige Post-Sprecher: „Die Rechte, einen Nachforschungsauftrag zu erteilen, können an den Empfänger übertragen werden. Dies sollte schriftlich und nach Möglichkeit mit einer Kopie der Vorgangsnummer vorgelegt werden.“ Und einen zweiten Tipp hat er auch noch parat: Kunden sollten bitte nicht an den Versandkosten sparen. Die geeignete Versandform wäre in diesem Fall das DHL-Paket gewesen mit einer Haftung in Höhe bis zu 500 Euro. Außerdem bestehe die Möglichkeit weiterer Zusatzversicherungen – nachzulesen auf der Startseite www.deutschepost.de oder zu erfragen beim Privatkundenservice unter Tel. 0228-4333111.

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