Teure Schnäppchen

Moin, moin, Urlaubszeit – Reisezeit: Leserin S. aus Kiel möchte auf Gefahren hinweisen und berichtet über ihre „5-Sterne-Bildungsreise Türkei“ mit dem Besuch einer Schmuckausstellung in einem angeblich seriösen Geschäft.

Eigentlich nicht geplant war der Kauf einer Perlenkette, die 5400 Euro kosten sollte und die die Kielerin schließlich für 2700 Euro mit nach Deutschland nahm. „Von mittlerer Qualität“, bewerteten Juweliere ihres Vertrauens ihr Mitbringsel und schätzten den Wert der Perlen auf höchstens 150 Euro. Besonders skandalös findet es die Kielerin, dass sie in einem zuvor vom Reiseveranstalter empfohlenen Geschäft so reingelegt worden ist.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät generell davon ab, Schmuck, Teppiche oder ähnliche Waren zu hohen Preisen im Ausland zu kaufen. Dazu Julia Buchweitz: „Leider erleben Verbraucher nämlich, wie in diesem Fall geschildert, sehr häufig, dass sie für das vermeintliche Schnäppchen viel zu viel bezahlt haben, weil die Ware gar nicht echt oder der Wert viel geringer ist als der gezahlte Preis.“ Auch rechtlich sei die Situation schwierig, da zunächst geklärt werden müsse, welches Recht anwendbar sei. Und hinzu komme noch, dass der Verbraucher bei der Einreise in Deutschland die Waren ab einem Betrag von 430 Euro angeben und nachträglich versteuern müsse. Wobei es bei dem Betrag um den gezahlten Preis und nicht um den tatsächlichen Warenwert geht.

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