Falsche Auskunft

Moin, moin, es war an einem Mittwoch gegen 13 Uhr. Da suchte Siegfried Stoppok aus Fleckeby die Schleswiger Hauptpost auf und verlangte fünf 60-Cent-Briefmarken. „Die kann ich Ihnen leider nicht geben. Wir verkaufen nur Zehnerblocks“, wurde er belehrt. Einzelmarken erhalte er draußen am Automaten.
Siegfried Stoppok war dies neu. In Schleswig und auch in Fleckeby in der Postfiliale im Supermarkt habe er bisher jede gewünschte Anzahl an Briefmarken bekommen, teilte er mit. Und: „Am Automaten erhalte ich kein Rückgeld, sondern den Gegenwert in kleinen Briefmarken, und das möchte ich nicht.“

Auf unsere Anfrage hin hat sich ein Vertreter der Postbank-Zentrale mit Sitz in Bonn bei dem Postbank-Finanzcenter in Schleswig erkundigt – und bedauert: „Selbstverständlich verkaufen wir dort an allen Schaltern auch Einzelmarken und verweisen dabei nicht auf den Briefmarkenautomaten“, versicherte er. „Krankheitsbedingt kamen in der Woche Vertretungen aus anderen Filialgebieten zum Einsatz.“ Leider habe der Kunde deshalb eine falsche Auskunft erhalten. Und weiter heißt es: „Wir haben diesbezüglich aber bereits nachgesteuert und das gesamte Team – inklusive der Vertretungen – noch einmal gebrieft. Ihr Leser beziehungsweise unser Kunde sollte somit bei seinem nächsten Besuch in unserem Finanzcenter auch wieder Einzelmarken am Schalter erhalten.“

Na bitte, das kann ja mal vorkommen.

Und Siegfried Stoppok? Der hat sich erneut einen Ausflug nach Schleswig vorgenommen. Er macht die Probe aufs Exempel.

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