Taschenkontrolle, nein danke!

Moin, moin, entrüstet meldet sich Herr Schneider. In einem Verbrauchermarkt in Kiel ist ihm – gleich bei der Lotto-Annahmestelle – ein großes, gelbes Schild aufgefallen. Es macht darauf aufmerksam, dass das Personal hier berechtigt ist, Taschenkontrollen vorzunehmen.

Er selbst wurde bereits an der Kasse gebeten, seinen Einkaufsbeutel vorzuzeigen. Der Aufforderung sei er letztendlich widerstrebend nachgekommen, obwohl er sich zu keinem Zeitpunkt verdächtig gemacht hätte. Ob ein derartiges Verhalten denn rechtens sei?

Nein, lautet ganz klar die Antwort der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Ein Blick in die Tasche, ohne dass der  konkrete Verdacht eines Diebstahls vorliegt, sei ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht. Pressesprecher Thomas Hansen: „Eine Tascheninspektion ist nur erlaubt, wenn ein Dieb tatsächlich auf frischer Tat ertappt wird. Besteht lediglich ein Verdacht, dürfen Hausdedektive oder Ladenpersonal lediglich Personalien aufnehmen. Durchsucht werden darf die verdächtige Person ausschließlich von der Polizei.“

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