Wie hole ich meinen Mantel aus dem Container?

Moin, moin, es ist dieser Altkleider-Container auf dem Platz am Rönner Weg in Schwentinental, der Frau D. beschäftigt. Und vielleicht auch eine gehörige Portion Kopf-Kino.

Um ihr Anliegen zu erklären, nehmen wir doch einmal an, Sie hätten sich eine neue Damen-Winterjacke gegönnt. In derselben Farbe wie die alte – schließlich wissen Sie ja, was Ihnen steht – aber diesmal mit Kapuze. Die fehlte Ihnen immer. Und nehmen wir doch einmal an, Sie hätten Ihren Mann gebeten, während Ihrer Abwesenheit die alte Jacke zu entsorgen – ganz bequem in dem Container ein paar Straßen weiter. So, und dann kommen Sie nach Hause und möchten über diesen feinen Kapuzenstoff streichen – und greifen ins Leere, weil der schwarzen Jacke, die an der Garderobe hängt und die Ihnen irgendwie vertraut vorkommt, genau dieses Teil fehlt. Hier sollten wir uns ausklinken. Der anschließende Dialog geht uns nichts an. Aber Leserin D. aus Schwentinental, die in ihrem Schrank Platz für die neue Frühjahrsmode schaffen will, möchte vor der Aktion gern wissen, ob sie auf Kleidung, die sie versehentlich aussortiert und in den Sammelbehälter für Textilien und Schuhe wirft, weiterhin ein Anrecht hätte.

Ein Vertreter der Firma im niedersächsischen Bassum verweist auf den Aufkleber mit Telefonnummer am Container. Auf diese Weise könne der Bürger den Kontakt herstellen und – solange die Kleiderbox noch nicht geleert worden sei – auch hoffen. Aber nur solange sich die Textilien noch in dem Container vor Ort befinden, denn schließlich habe der Eigentümer mit dem Befüllen des Behälters signalisiert, dass er die Besitzverhältnisse aufgeben möchte.

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