Der Weg zum Personalausweis

Moin, moin, da bin ich wieder. Sehr bedankt hat sich während meines Urlaubs bei meiner Kollegin Nuria Li Causi, die mich vertreten hat, Leser Wilfried Franz. Der heute 70-Jährige wurde in Schlesien geboren und kam vor 67 Jahren in die Landeshauptstadt. Nun wollte er einen neuen Personalausweis beantragen.

Wer dies möchte, der benötigt seit dem 1. November 2012 eine Urkunde mit aktueller Namensführung. Das kann zum Beispiel die  Geburtsurkunde sein. Doch die hat Herr Franz verlegt. Und da er in Schlesien geboren wurde, sei es für ihn schwierig, einen Ersatz zu bekommen, gab unser Leser zu bedenken.  Da muss es doch einen Ausweg geben, dachte sich meine Kollegin, wählte die Telefonnummer der Stadtverwaltung Kiel und fragte nach. Eine freundliche Dame konnte gleich weiterhelfen. In derlei Fällen wende man sich an das Bundesstandesamt in Berlin. Dort gebe es eine Stelle, die Geburtsurkunden aus dem Ausland „beschaffen“ könne:

Standesamt I Berlin, Schönstedtstraße 5, 13357 Berlin, Tel. 030-902690, Info.Stand1@labo.berlin.de

Und wer mehr wissen möchte: Wer den neuen Personalausweis beantragen möchte, benötigt seit dem 1. November 2012 einen alten Reisepass oder Personalausweis, ein biometrisches Lichtbild sowie eine aktuelle Personenstandsurkunde – das heißt, eine Urkunde mit aktueller Namensführung. Das kann eine Geburtsurkunde oder eben auch eine Heiratsurkunde sein. Die Vorlage einer Personenstandsurkunde ist bundesweit vorgeschrieben, da seit dem 1. November 2012 ein neuer Zeichensatz für Personalausweise verbindlich ist. Für die Registerführung und Datenübermittlung in der öffentlichen Verwaltung sind Daten in lateinischer Schrift zu erfassen und diakritische Zeichen unverändert zu übernehmen. Ein diakritisches Zeichen ist ein Zusatz wie Strich, Punkt oder Häkchen, der in, über oder unter einen Buchstaben gesetzt wird, um dessen Aussprache oder Betonung näher zu bezeichnen. Durch die Vorlage einer Personenstandsurkunde wird überprüft, ob der Name solche Zeichen enthält, die zuvor im Personalausweis nicht dargestellt oder gespeichert werden konnten. Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter waren früher technisch  nicht in der Lage, diese Zeichen aufzunehmen.

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